// sebastian

cellu l’art unterwegs: Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Kurzfilmtage
Nach dem Festival ist vor dem Festival und so machte ich mich nur wenige Tage nach dem großen cellu l’art-Finale auf den Weg nach Oberhausen in Nordrhein-Westfalen. Hier finden dieser Tage bereits zum 61. Mal die Internationalen (ehemals „Westdeutschen“) Kurzfilmtage statt.
Das älteste Kurzfilmfestival der Welt lockt in jedem Jahr eine große Schar Filmschaffender und -begeisterter in meine sonst nicht besonders bekannte Heimatstadt. Viele der heutigen internationalen Regie-Größen haben hier ihre frühen Arbeiten gezeigt, so etwa Wim Wenders, Martin Scorsese und Roman Polański.
Als erstes sah ich mir den Wettbewerb des „MuVi“-Preises an. Der weltweit erste internationale Filmpreis für Musikvideos wird seit 1999 verliehen. Einen nachdrücklichen Eindruck hinterlassen hat in jedem Fall dieses Musikvideo aus China. In einem vollbesetzten großen Kinosaal und in einem Programm mit vielen durchaus unkonventionellen Musikfilmen davor und danach, schaffte es der Hühnchen-Song von Wang Rong Rollin trotzdem, die Zuschauer kollektiv erstaunt in ihre Sitze zu pressen.


Am späten Abend sah ich mir dann noch den ersten internationalen Wettbewerb an. Gezeigt wurde unter anderem „Integration“ von Oleksiy Radynski, eine bildgewaltige Dokumentation der Euromaidan-Revolution vom Anfang 2014 – hier ein Trailer:


Anders als das cellu l’art zeigt Oberhausen im Durchschnitt allerdings deutlich mehr Experimentelles und schon bei den Musikvideos hatte sich der Regisseur eines Beitrags zu elektronischer Musik schlicht eine GoPro-Kamera vor die Nase geklemmt. Das ist für den Zuschauer dann nicht immer einfach, aber es eröffnet auch neue Perspektiven.
Die diesjährigen Oberhausener Kurzfilmtage enden am 5. Mai mit der großen Preisverleihung. Wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, kann sich bald auf www.kurzfilmtage.de informieren.

// nadine

HOLLYWOOD RUFT. Aber erstmal die Preisverleihung des 16.cellu l’art Kurzfilmfestivals

In wenigen Stunden werden die Gewinner des 16. cellu l’art Kurzfilmfestivals Jena in einem Rausch aus Glitzer, Funkel und Euphorie bekannt gegeben. Ihr könnt live dabei sein und als Erster erfahren, welche Filmemacher einen Preis beim diesjährigen Wettbewerb ergattert haben. Gestern Abend saßen unsere Fach- und Jugendjury noch bis in die Nacht zusammen und diskutierten heiß über ihre Ehrungen. Wir sind gespannt, welche Kurzfilme mit einem der fünf Preise ausgezeichnet werden. Freut euch ab 21 Uhr auf eine spannenende Preisverleihung im Volksbad Jena, garniert mit einem kostenlosen Begrüßungssekt, welcher euch am Einlass erwartet. Für dekadent musikalische Untermalung ist ganz im Sinne unseres irischen Länderschwerpunkt, durch die Folkband „Folk Distillers“ gesorgt, welche uns bereits zum Empfang des irischen Botschafters begleiteten.

Werdet Zeuge einer berauschenden Nacht und strahlender Augen in den Gesichtern glücklicher Gewinner.

cellulart

Wer heute nochmal die Chance nutzen möchte über den Publikumspreis mitzuentscheiden, ist ab 18 Uhr ins Volksbad zur letzten Vorführung des Wettbewerb 5 – Perspektivenwechsel, mit Regisseur Neco Celik von „Dom’z Sütü“ eingeladen. Und allen, die die heutige Preisverleihung verpassen werden, ist unsere Vorführung der Gewinnerfilme morgen, am Sonntag, ab 18 Uhr ans Herz gelegt.

Neben einem umfangreichen Wettbewerbsprogramm haben wir in diesem Jahr unser Repertoire der Kinder- und Jugendarbeit erheblich aufgestockt. Begonnen mit einer kleinen Filmakademie in den Osterferien sind tolle Stop-Motionen-Animationen und ein 60-Sekunden-One-Take-Clip als Kurzformat des Spielfilms „Kevin – Allein zu Haus“ entstanden. Alle Filme feierten in den vergangenen zwei Tagen neben einem Kurzfilmprogramm der besten deutschen Kinder- und Jugendfilme ihre Premiere. In diesem Zusammenhang möchten wir uns nochmal herzlich für die tolle Zusammenarbeit mit dem Jugendbildungszentrum polaris bedanken. Bei den Vorführungen waren neben einem kulinarischen Angebot von Pop-Corn und alkoholfreien Cocktails drei Filmemacher zu Gast, um den Kids alle Fragen rund um Kurzfilme zu beantworten.
Darüber hinaus kam es in diesem Jahr erstmalig zu einer Kooperation mit der elften Klasse der Walddorfschule Jena. Gemeinsam mit den irischen Filmemachern Helene Flanagen und Padraig Fagan besuchten wir die Schüler im Unterricht. In den kommenden Wochen wird sich diese Zusammenarbeit in einer Begleitung beim Kurzfilmprojekt weiter fortsetzen.

Wir freuen uns mit unseren Projekten und Kooperationen ein Zeichen für den Kurzfilm in der Jugendwelt zu setzen und die Schüler für dieses Medium zu begeistern.

// nadine

„Autor sein ist eine nette Umschreibung für Arbeitslosigkeit“ Irische Filmkunst – im Gespräch: Helen Flanagen

Nach drei erfolgreichen Festivaltagen blicken wir gespannt ins Wochenende. Neben einigen filmischen Leckerbissen (⇓ ⇓ NACH UNTEN SCROLLEN ⇓⇓ FÜR PROGRAMMTIPPS AM FREITAG) fordern wir euch heute erneut zum Tanz auf… nur dieses mal steppt der Bär die ganze Nacht…

party cellu lart
Kommt zur CELLU L’ART PARTY ins Theater Café! Dieses Jahr sorgen Shape & Skor Rokswell für fette Beats. House, Rap oder Funk – zwischen zappelnden Breakbeats und goldkettenverziertem Tunersoundtracks bringen die Jungs jeden Booty zum shaken.
* Alle Tanzwütigen mit einem cellu l’art Ticket (egal welcher Tag/Block) kommen für nur 3€ ins Theater-Café (regulärer Eintritt sind 5€) *

Neben unserem fünfteiligen internationalen Wettbewerbsprogramm habt ihr heut die Möglichkeit den Länderschwerpunkt 3 – Zwischen den Zeilen (20.30 Uhr) zu sehen. Apropos, irischer Länderschwerpunkt… in den letzten Tagen haben sich unsere irischen Filmemacher als besonders gesprächig erwiesen…

Helen Flanagan präsentierte am Mittwoch, zum Auftakt des Special-Programms ihren Film „An Cat“, der die tragische Geschichte von Mairtín nach dem Tod seiner Frau Kathy erzählt. Er verarbeitet alle Trauer und Einsamkeit im Umgang mit seiner geliebten Hauskatze. Im Gespräch mit Helen offenbarten sich einige Geheimnisse in der Entstehung des Films.

Nadine: Hast du zu deinem Film eine besondere Anekdote?
Helen: Es gab schon einige Momente im Filmdreh. Mit einer Katze zu arbeiten war sehr interessant. Die Katze war am ersten Drehtag wirklich sehr krank. Wir konnten, wegen ihrer Magenverstimmung, fast gar nicht mit ihr filmen. Der Katzentrainer nannte es explosive Diarrhö. In einer Minute sah die Katze gut aus und wenn wir mit der Kamera auf sie schwenkten schwitzte sie und ihr Fell war ganz feucht und ihr Blick fragte „Warum tut ihr mir das an?“
Die Arbeit mit der Katze war also etwas verrückt. Wenn wir wollten, dass sie sich setzt stand sie auf und wenn sie stehen sollte, setzte sie sich unvermittelt hin.
Nadine: Warum hast du eine Katze als tierischen Protagonisten ausgewählt?
Helen: Es war von Anfang an das Konzept eine Katze im Film darzustellen. Als ich zuerst die Idee hatte, dachte ich es wäre eine interessante Kombination – ein mürrischer alter Mann und eine Katze. Weil Katzen eben Arschlöcher sind.
Man kann an der Katze die Dynamik und Persönlichkeit der verstorbenen Ehefrau ablesen. Mit dem Film habe ich versucht das Klischee der alten Dame mit Katze zu brechen und eine gegensätzliche Darstellung zu erzeugen.
Nadine: Wie ist der Schauspieler am Set mit der Katze ausgekommen?
Helen: Sie haben sich gut verstanden, obwohl sie recht wenig Zeit zusammen hatten. Weil das Filmset so geschäftig war, mussten wir die Katze etwas abschirmen. Daher hatte die Katze ihr eigenes Zimmer. Niemand hatte ein Zimmer – aber die Katze.
Nadine: Du hast erzählt, dass du Drehbuchautorin bist. Was machst du im Moment?
Helen: Autor ist ein nette Umschreibung für Arbeitslosigkeit. Ich habe aber bereits eine Menge Skripte für Kurzfilme geschrieben. Ich hatte sehr viel Glück, dass sie alle für eine Förderung ausgewählt oder akzeptiert wurden. Ich habe bei 4 meiner Filme selbst Regie geführt.
Derzeit arbeite ich an einem Skript für meinen ersten Spielfilm. Die Idee durfte ich im letzten Jahr auf dem Filmfestival Galway Film Fleadh vorstellen und es kam wirklich gut an.
Nadine: Wie gefällt dir Jena?
Helen: Es ist wirklich schön. All die jungen Menschen und die kulturellen Möglichkeiten faszinieren mich.

Alle, die Helen noch näher kennenlernen wollen, sollten heute Abend zur cellu l’art Party ins Theater-Café kommen. Neben irischen Filmemachern erwarten wir im Laufe des Tages einige besondere Gäste. Verschafft euch am besten selbst einen Einblick.


ALLES KURZ UND KNAPP FÜR FREITAG (24. April)

18.00 Uhr_______Wettbewerb 2 – Familie Fatal
18.00 Uhr_______Jugendspecial – Polaris
18.30 Uhr_______Deutscher Kurzfilmpreis
20.00 Uhr_______Wettbewerb 3 – Grober Unfug
20.30 Uhr_______LSP 3 – Zwischen den Zeilen
22.00 Uhr_______Wettbewerb 4 – Still | Moving
22.30 Uhr_______Schockblock 2

– cellu l’art – Party im Theater Café ab 22 Uhr –
Shape & Skor Rokswell

// sebastian

Irland im Fokus – Der erste Tag im Volksbad

Im Programmheft begrüßt Festival-Chefin Wiebke Winter herzlich mit: „Das Leben ist zu kurz für lange Filme!“ S.E. Michael Collins, Botschafter für Irland in Deutschland, wandte seine Rede beim gestrigen Empfang liebevoll in die Worte: „Life is to short, to learn German.“ Gestern Abend feierten wir den Auftakt des zwölften Länderschwerpunkts im Rahmen eines exklusiven Empfangs im Innenhof des Volksbades in Jena. In dem familiär wirkenden Rahmen fühlte sich der sympathische Botschafter sichtlich wohl. In leidenschaftlichen Gesprächen über Musik, Film und Literatur stellt man fest, dass Irland in allen kulturellen Bereichen viele Errungenschaften nachweisen kann.
Die tolle Landschaft, beeindruckende Festivalkultur und der Facettenreichtum im Kurzfilm inspirierte uns in diesem Jahr das Filmland Irland in den Fokus zu stellen. Voller Stolz möchten wir euch beweisen, dass wir nicht nur Kurzfilme von der grünen Insel in unser grünes Herz geholt haben, sondern ebenso begeisterte Filmemacher, Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten.

Irischer Botschafter Michael Collins mit dem cellu l'art Team

In den nächsten Tagen werden wir euch interessante Aspekte über das irische Kino und seine Filmemacher vorstellen. Alle Interviews findet ihr als erstes hier.

Padraig Fagan von seinem Film „The Rooster, the Crocodile and the Night Sky“ über eine leidenschaftliche Geschichte des Verlusts, der explosive Gewalt, erzählt in grandiosem surrealem Humor. Ein Hahn muss den entführten Nachthimmel auf abenteuerliche Art und Weise retten.

Unsere Gäste Pádraig und Helen

Nadine: Warum hast du die Stop-Motion-Technik für deinen Film genutzt?
Padraig: Wir haben ehrlich gesagt nicht in Stop-Motion gefilmt. Da wir aber so eine Liebe für „Stop-Motion“ beweisen können. Deshalb haben wir alles so umprogrammiert, dass es Stop-Motion sehr nahe kommt und letztlich auch so wahrgenommen wird. Eigentlich haben wir verschiedene Ebenen miteinander verbunden: das meiste wurde als Papierschnitt produziert.
Nadine: Aber du wolltest, dass es dem Stop-Motion sehr nahe geht. Also habt ihr mit dem Computer getrickst, um es abgehackt aussehen zu lassen?
Padraig: Ja genau! Ich mag Stop-Motion sehr. Meine derzeitige Produktion beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Machart.
Nadine: Wie kamst du auf die Waldbewohner als Protagonisten?
Padraig: Diese haben perfekt zum Erzählmodell des Animationsfilms gepasst.
Derzeit arbeitet Padraig an seiner Animation als Kombination aus Stop-Motion und Spielfilm. Er wird in Irisch (anderes Wort) produziert, um der Zeitlichkeit des Films (1910) näher zu kommen. Ein Schwarzweiß-Film strahlt auf besondere Art und Weise die Historizität der Kunstwerke aus und wird vor allem dadurch so sehr geschätzt.

Das war der erste Streich. Den zweiten gibt es heute. Und das gibt es heute für euch im Kurzfilmkino.
ALLES KURZ UND KNAPP FÜR DONNERSTAG (23.April)
18.00 Uhr_______Wettbewerb 4 – Still |Moving
18.30 Uhr_______Doku-Block
20.00 Uhr_______Wettbewerb 5 – Perspektivenwechsel
20.30 Uhr_______LSP 2 – Alt aber bissig
22.00 Uhr_______Wettbewerb 1 – Schöne neue Welt?
22.30 Uhr_______B-Sides

// nadine

Cellu l’art unter freien Himmel * OPEN-AIR-Auftakt der Superlative

*** KURZ UND KNAPP – PROGRAMMTIPPS FÜR HEUTE (MITTWOCH 22.APRIL) ***
⇓ ⇓ ⇓ ⇓ NACH UNTEN SCROLLEN ⇓ ⇓ ⇓ ⇓

Vielen Dank für diesen tollen Festivalauftakt des 16. cellu l’art Kurzfilmfestivals, den ihr uns gestern bescherrt habt. Die letzten Sonnenstrahlen des Abends brachten uns schon in sommerliche Open-Air-Atmosphäre, als die Jungs der Indie-Elektro-Combo „The Illustrators“ um 20 Uhr zu spielen begannen. Handgemachter Indierock und druckvoll elektronische Sounds heizten die Stimmung so richtig ein. Doch noch ahnte keiner, dass sich über den Abend verteilt über 2000 (!!!) Besucher im Faulloch zusammenfinden werden, um mit uns unter freiem Himmel zu feiern. Als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, war die Zeit reif für die besten Kurzfilme der letzten Jahre.

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Auf rießiger Leinwand konnten die Höhepunkte der letzten Jahre Revue passiert werden. Mit dabei filmische Meisterwerke wie „Kathedralen“ (2013), eine Dokumentation der gigantischen Wolkenkratzer als Verfehlung des Kapitalismus der Moderne von Konrad Kästner oder „Grünes Gold“ (2012) von Barbara Marheineke, welcher die Wahrheit über die Berichterstattung der Irak-Kriege thematisiert. Begleitet wurde der Augenschmaus mit kühlem, frisch gezapftem Bier, veganen Waffeln und vielen anderen Leckereien. Leider mussten wir schon viel zu früh unsere Zelte abbauen, aber schließlich wollten wir noch einige Überraschungen für den Rest der Woche offen halten.

So sind alle Besucher, die für HEUTE (Mittwoch, den 22.04.15) ein Ticket für den Länderschwerpunkt „Animalische Instinkte“ ergattert haben, herzlich ab 19 Uhr zu unserem Empfang des S.E. Michael Collins, Botschafter von Irland in Deutschland, eingeladen: „Es ist mir eine große Freude, dass Irland als Länderschwerpunkt des 16.cellu l’art Kurzfilmfestivals auserkoren wurde. Die Botschaft von Irland in Deutschland hat sich der Förderung Irlands in Deutschland verschrieben. Wie ließe sich dieses Unterfangen besser in die Tat umsetzen als durch eine Kurzfilmreihe, in der die angebotene Vielfalt unserer Kultur, Landschaft und Bevölkerung in Szene gesetzt wird.“

Wir freuen uns auf ein paar nette Gespräche mit Filmemachern, die extra aus Irland in das schöne Jena eingeflogen sind, um den Kurzfilm mit uns zu feiern. Garniert mit unseren exklusiven CELLU L’ART-Pralinen.

Praline
*Sweets for the sweets*

PS: Wer kein Ticket für den Länderschwerpunkt bekommen hat, sollte sich beeilen und für Donnerstag (LSP 2 – „Alt und bissig“) und Freitag (LSP 3 – „Zwischen den Zeilen“) ab 20.30 Uhr Tickets holen. Aber früh genug da sein! Ab 17 Uhr öffnet unsere Abendkasse. Also schnappt euch die Tickets, bevor sie weg sind.

ALLES KURZ UND KNAPP FÜR MITTWOCH (22.April)

18.00 Uhr_______Wettbewerb 1 – Schöne neue Welt
19.00 Uhr_______Empfang LSP mit S.E. Michael Collins
20.00 Uhr_______Wettbewerb 2 – Familie Fatal
20.30 Uhr_______LSP 1 – Animalische Instinkte
22.00 Uhr_______Wettbewerb 3 – Grober Unfug
22.30 Uhr_______Schockblock 1 Hinweis Schockblock 1 & 2 sind UNTERSCHIEDLICHE Programme, keine Wiederholung

// nadine

Kreativer Nachwuchs in Action – Impressionen aus der Filmakademie

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10 Kinder haben in ihren Osterferien die kunterbunte Filmwelt kennengelernt. In Zusammenarbeit mit dem cellu l’art Kurzfilmfestival wurde im Jugendbildungszentrum polaris vom 30.März bis zum 2.April fleißig gebastelt, modelliert und gefilmt. In kleinen Gruppen trafen die Jungs und Mädchen im Stop Motion Workshop auf eine Filmtechnik, die regungslosen Dingen Leben einhaucht. Die Einen bauten ihr eigenes Pac-Man-Spielfeld, Andere verzauberten ihre Freunde. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Zusammen packten alle Nachwuchsfilmemacher das Filmprojekt Kevin – Allein zu Haus im 60 Sekunden Workshop an. „Die Woche war super toll“ so Antony am letzten Tag, als er den Film vertonte. Adam meinte: „Eintauchen in die Welt des Stop Motion mit Linh und Nadine vom cellu l‘art hat richtig viel Spaß gemacht!“

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Dem cellu l’art hat es ebenso viel Freude bereitet die Kinder zu unterstützen. Danke für die tolle Zeit! Alle kleinen und großen Filmchen werden am Freitag, den 24.April ab 18 Uhr und am Samstag, den 25.April ab 11 Uhr im polaris gezeigt. Im Rahmen des Jugendspecials des cellu l’art werden neben den Eigenproduktionen auch deutsche Kurzfilme vorgeführt. Und mit dabei: Filmemacher und Regisseure. Kommt ins polaris, geniest ein paar eisgekühlte alkoholfreie Cocktails und bombadiert die alten Hasen aus dem Filmgeschäft mit euren Fragen!

Wir freuen uns auf euch!!!

// sebastian

Kurzfilm des Monats: The External World von David O’Reilly

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Unser Kurzfilm des Monats hört auf den Namen „The External World“ und ist ein Werk des irischen Animationskünstlers David O’Reilly aus dem Jahr 2010.
O’Reilly machte zuletzt mit dem Simulationsvideospiel „Mountain“ (in dem man einen im All schwebenden Berg spielt) und den Animationssequenzen in Spike Jonze’s SciFi-Romanze „Her“ von sich reden.
In „The External World“ reiht der 1985 in Kilkenny geborene Filmemacher eine Vielzahl skurriler Episoden aneinander. Die sind so grell, laut, witzig, brutal und überraschend, dass der Film im Screening für unseren diesjährigen Länderschwerpunkt Irland für durchaus gespaltene Reaktionen sorgte — wir wollten ihn euch dennoch nicht vorenthalten!

Weitere tolle Filme aus dem spannenden Filmland mit den vielen Schafen und dem Rest Welt gibt es beim cellu l’art Festival im nächsten Monat zu sehen: vom 21. bis 26. April 2015 im Volksbad Jena!

The External World from David OReilly on Vimeo.

// Bettina

Kurzfilm auf Irisch

Irland ist landschaftlich eine unberührte Blüte. Die Schriftsteller des Landes sind in der ganzen Welt bekannt. Wie steht es aber um den Kurzfilm in Irland? Sehr gut, finden wir. In den vergangenen 10 Jahren wurden 2 irische Kurzfilme mit dem Oscar® ausgezeichnet, 6 weitere waren in den Kategorien Kurzspielfilm beziehungsweise Animation für die begehrte Trophäe nominiert. Ein Beleg für den internationalen Erfolg der kleinen, produktiven Filmnation. In Irland gibt es diverse Kurzfilmfestivals, die die Kurzfilmlandschaft reflektieren und bereichern. Eines der bekanntesten ist wohl das Jameson Dublin International Filmfestival.

Vor allem die narrative Kunst liegt den Iren. In verschiedenen Förderprogrammen werden Kurzfilme unterstützt, die ohne Sprache auskommen oder sich in Irischer Sprache ausdrücken. Ob in Animation oder Kurzspielfilm, das Erzählen von Geschichten steht im Mittelpunkt der Irischen Filmkunst. Zu den wichtigsten Themen gehören Religion, Landesgeschichte und der humoristische Umgang mit Alltagsproblemen. Natürlich werden auch problematische Aspekte des sozialen Alltags, wie Armut und Arbeitslosigkeit in den Filmen behandelt.

Im Rahmen des Kurzfilmfestivals cellu l’art werden im April 2015 irische Kurzfilme in 3 Filmblöcken in den Fokus gestellt. Erste Kurzfilme werden in dieser Woche anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick’s Day mit dem Publikum geteilt. Hier findet ihr mehr Information.

Ein Favorit in der Auswahl an irischen Filmen ist „Give Up Yer Aul Sins“ von Cathal Gaffney. Das vierminütge Meisterwerk vereint eine alte Tonbandaufnahme mit einer Comic-Animation. Im Rahmen eines Schulprojektes mit dem Fernsehen erzählt ein kleines Mädchen die Geschichte von Johannes dem Täufer mit viel Leidenschaft. Die mehr als 30 Jahre alte Aufnahme wurde im Jahr 2000 mit Animationen kombiniert, die der Erzählung mit einem Augenzwinkern Leben einhauchen. Unter dem folgenden Link könnt ihr den Film anschauen.

// nadine

Filmakademie „Magie & Zaubertricks“

Du schaust gern Filme… Aber wolltest schon immer selbst Hand anlegen und weist nicht wie? Dann komm vom 30.März bis 2.April 2015 zur Filmakademie in das Polaris und tauch ein in die Welt des Films. Täglich von 10 bis 16 Uhr lernst du alles, was ein Filmemacher braucht. Du musst dich nur entscheiden, welcher Workshop der Richtige für dich ist…

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Lerne im STOP MOTION WORKSHOP eine Filmtechnik kennen, die regungslosen Objekten Leben einhaucht. Mit einfachen Tipps und Tricks wirst du in die magische Welt der Animation eingeführt. Es wird gebastelt, gezeichnet, modelliert und der Umgang mit der Kamera, Licht und Ton vermittelt. Unter dem Motto „Magie & Zaubertricks“ konstruierst du deine eigene Kurzgeschichte und schaffst eine neue Filmwelt. Die Praktiken bereiten dich darauf vor Regisseur, Drehbuchautor und Künstler in einer Person zu werden. Nur deine Kreativität ist gefragt…

Oder doch lieber Ideen von den großen Künstler abschauen?
Im 60 SEKUNDEN WORKSHOP ist sogar das Nachmachen erwünscht. Harry Potter, Herr der Ringe oder Step Up 2 The Streets – Erzähl uns, welcher Film dich fasziniert und lass uns gemeinsam einen 60-Sekunden-Clip kreieren. Erhalte einen Einblick in die Arbeit bekannter Regisseure. Und das Beste: Wir kürzen die Geschichte auf das Wesentliche und Filmen am Stück – ohne Schnitt! Lerne die Besonderheiten beim Filmdreh eine „One Takes“ kennen. Worauf muss geachtet werden? Wie muss die Kamera geführt werden? Dich erwartet eine spaßige Woche und eine bekannte Geschichte gefilmt, aus einer neuen Perspektive.

Organisiert wird die Filmakademie unter der Zusammenarbeit des cellu l’art Kurzfilmfestivals und dem Jugendbildung- und Begegnungszentrum Polaris.

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.polaris-jena.de

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Und wer schon jetzt Lust auf mehr Kurzfilme bekommen hat, sollte sich unbedingt den 24. und 25.April im Kalender eintragen. Im Rahmen des 16. cellu l’art Kurzfilmfestivals werden wir im Polaris ein spannendes Jugend-Filmprogramm für dich auf die Beine stellen. Weitere Informationen erhälst du in Kürze!

// nadine

So lasset die Spiele beginnen – Sichtungswochenende beim cellu l’art

Die Magie des kurzen Augenblicks…

…Wurde am vergangenen Wochenende etwas überreizt.

Von Freitag-Abend bis Sonntag-Nacht flimmerte unsere Leinwand nahezu pausenlos. Aus über 800 Einreichungen für das 16. cellu l’art Kurzfilmfestival 2015 wurde seit Monaten gesichtet, bewertet und kategorisiert – übrig blieben über 100 Kurzfilme, die sich am vergangene Wochenende gegeneinander behauptet haben. Leider schützt die Filmerfahrung unseres Teams bei 30 Stunden Filmmaterial wenig vor Reizüberflutung, Müdigkeit und Überlastung. Wo das Popcorn an seine Grenzen stößt, konnten die Gemüter nur noch durch eine intelligente Mischung aus Kaffee- und Bierkonsum zufrieden gestellt werden. Und wer noch nicht von der bildlichen Gewalt überrumpelt wurde, hatte während einiger Kontroversen und Diskussionen die Gelegenheit bis aufs Messer für seine Favoriten zu kämpfen.

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Und am Ende waren da nur noch: 18 medial erschöpfte Teammitglieder, sowie knapp 50 Wettbewerbsfilme, die dem Kampf um die „Goldene Zelle“ Stand hielten.

Seid gespannt auf ein mitreißendes Festivalprogramm vom 21. bis 26. April.
Kommt vorbei, sonst war unsere ganze Arbeit zu nichts Nutz! Und denkt während der Festivaltage einen kurzen Moment an das Internationale Centrum „Haus auf der Mauer“, das uns dieses tolle Sichtungswochenende ermöglicht hat. Vielen Dank!