Von der Bestimmung ein Versager zu sein

Zwei Jahre Produktion und eine große Crew formen dieses kleine Meisterwerk: “Zero“. Eine Geschichte aus einer Welt, in der nur zählt mit welcher Nummer du auf die Welt gekommen bist. Bist du eine Null, so bleibst du auch eine (?).
Dies ist ein australischer “stop motion animation” Kurzfilm dessen Idee von dem Ehepaar Christopher und Christine Kezelos stammt. Die Thematik von Rassismus und Intoleranz werden hier auf eine ganz eigene Art dargestellt.

Die kleinen Puppen bestehen in ihrer Grundform aus Silikon. Die nächste Schicht bilden dann die vielen Wollfäden, welche je nach Geschlecht und Figur verschiedene Formen besitzen. Vor allem unterscheiden sich die Puppen in ihren Wolle- Frisuren und durch verschiedene Accessoires. Wer sich intensiv mit der Produktion dieses Kurzfilms beschäftigen möchte klickt einfach hier. Auf dieser Website wurde der ganze Schaffensprozess festgehalten und das Vorgehen erläutert: Von Prototypen, Illustrationen, über gewonnene Preise, die Crew und jede Menge Zusatzmaterial. Es loht sich! Wenn ihr nur einen kurzen Überblick haben möchtet über den Prozess dann schaut euch hier einfach das Video an.

Doch zuvor müsst ihr euch diesen Film anschauen – ein Wollknäuel mal ganz groß!

Viel Vergnügen und ein sonniges Wochenende!

Kleiner Schock gefällig?

Tja das Festival ist vorbei und der Blog verdurstet ein wenig. Alle Kurzfilme die ich mir vorgemerkt hatte gefallen mir gerade nicht und obwohl ich in den verschiedensten Kategorien und Ländern gesucht habe, langweilt mich alles. Bis ich gerade folgenden Kurzfilm gefunden habe:

4444444444” von Shimuzu Takashi – ein kurzer J-Horror Film. Shimuzu Takashi? Ja genau! Der Regisseur von “Ju-On: The Curse“(2000), dem japanischen Original, sowie dem amerikanischen Remake “Ju-On: The Grudge“(2000;2003). Der Kurzfilm “Ten fours” lief bereits am 27.09.1998 im japanischen Fernsehen zusammen mit “Katasumi” in der Anthologie: “Gakkou no kaidan G” (学校の怪談G) oder “School Ghost Story G“. Die beiden dreiminütigen Kurzfilme bildeten laut Shimuzu die Grundlage für die “Ju-On” Filme.

Einige von euch werden lachen, andere vielleicht schreien oder ihr reißt einfach nur die Augen auf. Erst dachte ich “Hmpf… schlecht!” dann waren auf einmal ohne Grund meine Finger vor dem Gesicht. Wie peinlich. Irgendwie ist das so eine Sache mit den japanischen Horrorfilmen – sie sind auf komische Art und Weise immer ein bisschen schlimmer … oder?

… das Leben nach dem Festival.

Das war unser 13. Kurzfilmfestival Cellu l´art. Wir hatten grandiose Spielorte, super Acts, tolle Fotoausstellungen und Kurzfilme aller Art. Doch dies alles wäre nicht möglich gewesen ohne uns – das Cellu l´art Team.

Einige Danksagungen an Teammitglieder wurden bereits während der feierlichen Preisverleihung von der Bühne aus verkündet. Aber dies waren bei Weitem nicht alle! Jeder von uns hat einen Beitrag zum Festival geleistet, doch noch ein besonderer Dank geht an Sabrina Karg und Tim Wende die HDs der Programmatik, sowie Erik Weber! Ihr habt so viel geleistet – ohne euch wäre dieses Festival nicht das gewesen was es schlussendlich war. Wir sind stolz auf euch und danken euch unendlich!

Damit aber keine Leistung vergesen wird, sind hier alle Mitwirkenden: Ich fordere zu einem mentalen Applaus für jeden Einzelnen auf:

Julius Wirsching, Manuela Lindig, Martin Schneider, Kirsten Münch, Susan Kuhne, Kolja Linowitzki, Jakob Mann, Nele Wolkas, Christine Domgören, Lara Eikenbusch, Christoph Matiss, Rabert Wagner, Jenny Knorr, Katja Richter, Matthias Boden, Andreas Neumann, Lutz Garnert, Marcus Kaupert, Vanessa Werner, Florian Goldmann, Hanna Tamm, Sabrina Karg, Tim Wende, Erik Weber, Steven Naumann, Philipp Schumann, Hanna Döring, Julia Gabe, Ulrike Janetzki, Melanie Schraml, Sarah Maulhardt, Nadine Höhne, Janina Fischer.

Inoffizielle “Cellu l´arts” sind nun: Timo Becker, Rami Al-Lahham und unser Fotograph Daniel Ludwig Schöpfer. Danke fürs Mitwirken!

… und nun geht unser Leben weiter. Der Alltag tritt vorerst wieder ein. Wie das ganze dann aussieht könnt ihr euch in dem Kurzfilm “Alarm” (Jang Moo Hyun, 2009) anschauen.

Wir hoffen euch hat das Festival genau so gefallen wie uns und ihr freut euch schon auf nächstes Jahr! Wir brauchen jetzt erst einmal Urlaub. Aber seht doch selbst:

cellu l’art 2012: Der krönende Abschluss

Die Preisverleihung ist gestern zuende gegangen. Heute ab 18 Uhr werden sie alle zusammen in der “Preisträgerrolle” noch einmal im Volksbad zu sehen sein. Um 19 Uhr werden im Schillerhof die besten Filme des Länderschwerpunkts aus dem Filmland Südkorea zu sehen sein, welche das 13. cellu l’art beschließen.

Bevor es soweit ist, möchten wir euch allerdings unsere “B-Sides” nicht vorenthalten. Darin sind um 15.30 Uhr im Volksbad parallel zur Preisverleihung im Fotowettbewerb alle Beiträge unserer 312 Einreichungen zu finden, die es nur knapp nicht in unseren internationalen Wettbewerb geschafft haben.

Auch “Das mongolische Mädchen – mit der Tüte voller Glücksgefühle” wird dabei zu sehen sein. Wir sprachen mit der anwesenden Regisseurin Tatjana Kleut über Tristesse in Brandenburg und tragische Schicksale.

Wie bist du auf deine Protagonistin gekommen?

Lucky ist eine langjährige Freundin von mir, schon aus Kindertagen. Ich habe ihre Lebensgeschichte also hautnah mitbekommen und wollte eine Geschichte aus Brandenburg erzählen. Es geht um das Prinzip “Rette sich, wer kann”, um Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit und Drogen, von denen auch meine Protogonistin nicht wegkommt.

Du zeigst in deinen Film in einigen Szenen, wie die Protagonistin Lucky tanzt, dann lässt du sie wieder unkommentiert sprechen – ein bewusst eingesetztes Stilmittel?

Ja, einerseits habe ich versucht, Lucky mit Stichworten und Fragen in eine Richtung zu lotsen, allerdings wollte ich keine kritische Auseinandersetzung, sondern sie einfach auf ihrer Ebene sprechen lassen. Sie war dabei sehr ausdrucksstrak und kontrovers. Und hier liegen bei ihr auch einige Widersprüche: einerseits ist sie kaum emotional, andererseits sensibel in ihren Träumen und Denkweisen. Diesen Kontrast wollte ich mit den losgelösten Tanzszenen, die auch zu ihr gehören, verdeutlichen.

Was war der Ansatz hinter deinem Film, was willst du mit ihm bewirken?

Es ist inzwischen 15 Jahre her, seit Lucky nach Deutschland kam – was hat sich seitdem geändert? Brandenburg steht still, ist kulturell, wirtschaftlich, sozial und menschlich abgesackt. Und das sieht man deutlich an ihrem Schicksal.

Was sind deine nächsten Projekte?

Ich arbeite derzeit an einen Dokumentarfilm über den Jugoslawienkrieg und bin mir noch etwas unsicher über die Herangehensweise. Mir geht es darum, zu zeigen, dass jeder der verschiedenen Bevölkerungsgruppen dieselbe Schuld trägt und ich will klarer machen, was genau passiert ist.

Vielen Dank für das Gespräch!

cellu l’art 2012: Preisträger – Interview mit Timo Becker

Die feierliche Preisverleihung ist vor wenigen Stunden zuende gegangen, die Gewinner vom 13. Jenaer Kurzfilmfestival stehen fest. Hier die Preisträger im Detail:

Bestes Drehbuch: Conrad Tambour für „Der Besuch“
Beste Schauspielerin: Marie-Jeanne Gierden in „Gekidnapped“
Bester Schauspieler: Toma Cuzin & Andi Vasluianu in „Apele Tac (Silent River)“
Beste Kamera: Christian Stangassinger in „Apele Tac (Silent River)“
Beste Regie: Lena Leonhardt für “Zwei Grad”
Bester Film: „Suiker (Sugar)“

Erstmalig vergeben: Der “Jenaer Filmpreis für Toleranz”. Er ging an die Dokumentation “Little Miss Neukölln”.
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Der Publikumspreis ging dieses Jahr an „Mädchenabend“ von Timo Becker (Foto), der den Preis begeistert in Empfang nahm. Wir sprachen mit ihm kurz über Berufswünsche nach dem Abi-Ball und kulinarische Festival-Zugaben.

Timo, du hast eben den Publikumspreis auf dem 13. cellu l’art gewonnen. Wie geht es dir dabei?

Es ist ein tolles Gefühl, denn man dreht ja Filme für das Publikum. Und dann ist es schön, wenn der Film eine solche Resonanz bei ihm hervorruft und man – ganz knapp vor dem Zweitplatzierten – ausgezeichnet wird.

Du bist seit Mittwoch in Jena. Was für Erfahrungen hast du mit der Stadt und dem Festival gemacht?

Jena ist ein pittoreskes Städtchen, hier kann man’s aushalten. Das Filmfestival selbst war für mich eine ganz andere Erfahrung von der Organisationsstruktur, auch weil ich es als einziger Filmemacher fast die ganze Zeit begleitet habe, eng dran und auch eingebunden war. Alles hat eine handgemachte Qualität, und ihr habt trotz kleiner Probleme gut abgeschnitten, das finde ich sympathisch. Apropos eingebunden: Die Bolognese beim Team-Catering am Donnerstag stammt übrigens von mir.

Wie dir die Idee für „Mädchenabend“ kam, kann man auf der Film-Homepage nachlesen. Doch wie bist du überhaupt zum Film gekommen?

Zum Abi-Ball hatten wir die Idee, Theaterstücke über unsere Leistungskurse zu schreiben. Ich nahm mich dabei dem Erdkunde-Leistungskurs an und entwickelte eine Szene, die dann auch aufgeführt wurde. Am Abend des Abiballs wurde mir dafür gratuliert und häufig auf die Schulter geklopft. Und da ich während dieser Zeit auch darüber nachdachte, was ich einmal beruflich machen sollte, sagte ich mir zu später Stunde eben „Gut, dann wirst du eben Regisseur.“

Timo, vielen Dank für das Gespräch!

Hier der Trailer zu “Mädchenabend”:

Preisverleihung und Partyalarm – was will man mehr?

Heute findet im Volksbad unsere feierliche Preisverleihung von 20-23h statt! Zu Gast ist natürlich auch unsere Jury (Foto: gestern im Schillerhof).

Im Anschluss gibt es wie gestern wieder unsere After- Film- Party! Ab 24h wird gefeiert mit: Robert Bodil, Daniel Schwarz und Stanley Schmidt.

Hier noch mal ein kleines Kurzfilmchen aus dem gerade laufenden Block “Wasser und Wellen”. “En la opera” hat unser Team beim Screening sehr erfreut. An dieser Stelle möchte ich das Team grüßen – auf einen weiteren super Abend!

Wir freuen uns auf euch! Weitere Infos findet ihr hier.

Gestern: Die vorletzte Reise ins ferne Südkorea

Im Schillerhof lief gestern unser Länderschwerpunkt Block “Wellen und Welten”. Am Sonntag könnt ihr von 19.00h bis 21.30h ein “Best of” von den Südkoreanischen Kurzfilmen sehen, die ihr ausgewählt habt. Außerdem bekommt ihr dann noch einmal die Gelegenheit unsere Fotoausstellung im Schillerhofcafé anzuschauen (Bild oben).

Wir hatten außerdem gestern die Ehre unseren Kurator Rami Al- Laham (Foto) bei uns zu haben. Nach den drei Filmblöcken, die bis jetzt in unserem Festival gezeigt wurden, treten hier und da schon einige Fragen auf. Nach einem intensiven Gespräch über kulturelle Hintergründe und die koreanische Filmszene schienen die Filme einem gleich viel näher zu sein.

Wir hoffen euch hat es genauso gefallen wie uns.

Noch einmal einen großen Dank an das Schillerhof Team, welche uns nicht nur bei der Technik immer zur Seite steht. Auch danken wir unseren großartigen Wettbewerbsjury die gestern ebenfalls im Schillerhof anwesend war.

Hier noch einmal der Trailer für euch von “Just friends” – Der Film bei dem am Meisten gelacht wurde. Viel Vergnügen!

Schmeißt die Möbel aus dem Fenster wir brauchen Platz zum dancen…

Heute Abend ab 24:00 Uhr PARTY im Volksbad! Wenn ihr vorher den Block “Tod und Turbulenzen” besucht könnt ihr kostenlos zur Party bleiben (Blockticket 5-6 Euro). Ansonsten kostet euch der Eintritt 3 Euro.

Euch erwarten: genüssliche Cocktails, Bier, eine entspannende Lounge und besondere Musik. Die DJs “Schleck^Stecker” werden euch ordentlich einheizen. Dann bringt euch “DJ Phil Morgan” zur tänzerischen Eskalation.

Der Block geht heute in die zweite Runde – der Kurzfilm “Las Palmas“(2011) von Johannes Nyholm, bietet euch einen kleinen Vorgeschmack. Auf den den turbulenten Tod … und unsere Party!

Viel Vergnügen beim Sehen und bis heute Abend!

Filmemacher anwesend! Timo Becker von “Mädchenabend”

Gestern abend um 22 Uhr lief er noch einmal, sein Film “Mädchenabend” im Wettbewerbs-Block I “Lust und Laster”: Timo Becker. Da es in seinem Film um rüstige Renterinnen im Striplokal geht, hatten wir entsprechend viele Fragen an ihn.

Timo (hier rechts) wurde von Robert und Vanessa mit reichlich Fragen gelöchert, unser Fotograf Daniel lichtete sie ab. Fürs eifrige Knipsen möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken! Für alle, die diesen Block leider trotz Dppelauswertung verpasst haben, könnt ihr hier noch einmal den Trailer zu “Mädchenabend” sehen:

Mädchenabend Trailer HD from Timo Becker on Vimeo.

Gestern im Volksbad: Lustvolle Laster und ihre Filmemacher

Nach “Tod und Turbulenzen” und “Wasser und Wandel” ging unser Block “Lust und Laster” in die zweite Runde. Dieses Mal waren Alex Lehmann (Künstlername Nerdarzt) von dem Film “Johnnys Journey” und Timo Becker von dem Film “Mädchenabend” anwesend.

Timo Becker (Foto) lobte vor allem seine beiden “Damen” aus dem Film. Er beteuerte immer wieder das ohne sie dies alles nicht möglich gewesen wäre.

Von dem Duo Nerdarzt seht ihr hier noch einmal den Kurzfilm von gestern. Die Reaktionen unseres Publikum war einfach super – nach dem lustvollen Film “Tsuyako” von Mitsuyo Miyazaki und den “sich küssenden Frauen” hätte der Johnny nicht kontrastreicher sein können. Irgendwie schien erst am Ende dieses Films der Saal begriffen zu haben “Ah das gerade war der nächste Film” und brach anschließend in schallendes Lachen aus.

… und weil es einfach so witzig ist hier noch einmal:

PS: PARTY PARTY PARTY heute Abend im Volksbad!

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