// nadine

So lasset die Spiele beginnen – Sichtungswochenende beim cellu l’art

Die Magie des kurzen Augenblicks…

…Wurde am vergangenen Wochenende etwas überreizt.

Von Freitag-Abend bis Sonntag-Nacht flimmerte unsere Leinwand nahezu pausenlos. Aus über 800 Einreichungen für das 16. cellu l’art Kurzfilmfestival 2015 wurde seit Monaten gesichtet, bewertet und kategorisiert – übrig blieben über 100 Kurzfilme, die sich am vergangene Wochenende gegeneinander behauptet haben. Leider schützt die Filmerfahrung unseres Teams bei 30 Stunden Filmmaterial wenig vor Reizüberflutung, Müdigkeit und Überlastung. Wo das Popcorn an seine Grenzen stößt, konnten die Gemüter nur noch durch eine intelligente Mischung aus Kaffee- und Bierkonsum zufrieden gestellt werden. Und wer noch nicht von der bildlichen Gewalt überrumpelt wurde, hatte während einiger Kontroversen und Diskussionen die Gelegenheit bis aufs Messer für seine Favoriten zu kämpfen.

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Und am Ende waren da nur noch: 18 medial erschöpfte Teammitglieder, sowie knapp 50 Wettbewerbsfilme, die dem Kampf um die „Goldene Zelle“ Stand hielten.

Seid gespannt auf ein mitreißendes Festivalprogramm vom 21. bis 26. April.
Kommt vorbei, sonst war unsere ganze Arbeit zu nichts Nutz! Und denkt während der Festivaltage einen kurzen Moment an das Internationale Centrum „Haus auf der Mauer“, das uns dieses tolle Sichtungswochenende ermöglicht hat. Vielen Dank!

// nadine

#BerlinaleMoments

Im atmosphärischen Schwarz-Weiß erscheint der Abspann meines letzten Films der Berlinale. Die Beleuchtung springt an und langsam verlassen alle Besucher den Saal. Nur ich bleibe hypnotisiert sitzen. In mir stauen sich Gefühle der Begeisterung, Faszination, aber vor allem Sprachlosigkeit. Bis zu diesem letzten Film konnte ich alle Emotionen zurückhalten. Nun hat die Reizüberflutung ihren Höhepunkt erreicht. Jetzt muss alles raus: ich will über den Potsdamer Platz rennen und alles loswerden. Ich möchte Worte finden, für etwas Unbeschreibliches…
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Die Berlinale ist ein Festival der Superlative. Sie versammelt nicht nur Filmemacher, Regisseure und Schauspieler erster Klasse, sondern lässt auch jene normalen Besucher – Studenten wie dich und mich – ein bisschen besonders fühlen. Eine ganze Stadt wurde in die Festival-Stimmung eingetaucht und Tage später noch nicht losgelassen.

Die Gesamtheit der Berlinale, aber auch viele persönliche Momente haben mich sehr beeindruckt. So beispielsweise der Auftritt des Regisseurs Wregas Bhanuteja im Anschluss an die Weltpremiere seines Kurzfilms Lembusura, der unter den Berlinale Shorts III zu bewundern war. Ein sehr gelassener Filmemacher im trashigen Kostüm trat mit einer Maske – symbolischer Bekämpfer des Bergdämons – vor das Publikum. Sein Kurzfilm, welcher anlässlich des Ascheregens in Indonesien umgesetzt wurde, erinnerte zunächst eher an eine komische Improvisation eines spirituel überzeugtem Tänzer. Später fragt ein Zuschauer nach seinem Mitbringsel. Wregas Bhanuteja erklärt die Maske als Sinnbild seiner Freunde, Darsteller und Kameramänner, die es sich nicht leisten konnten, heute hier zu stehen.

So hoffte man auch, dass Jafar Panahi, Gewinner des Goldenen Bären mit dem Langfilm Taxi seinen Preis persönlich entgegennehmen dürfe. Bereits Festivaldirektor Dieter Kosslick eröffnete die Berlinale mit seiner Anteilnahme, ungeahnt, dass Panahi Tage später der Hauptpreis des Festivals gebühren würde: “Wir werden Ihn so lange einladen, bis er irgendwann persönlich seinen Preis abholen kommt.”
In Zeiten, wo Zensur, Presse- und Meinungsfreiheit doch nicht so selbstverständlich sind, wie zunächst angenommen, treffen besonders diese Einzelfälle sehr hart und vertiefen meine Eindrücke der Berlinale.

Ich habe sehr interessante 10 Tage in Berlin erlebt. Natürlich haben der Umfang des Festivals, der fehlende Schlaf, der Wettlauf von einem Kino zum Nächsten und das ewige Anstehen an den Kräften gezerrt. Aber als dann der Berlinale-Trailer auf der Leinwand aufflimmerte, waren alle Sorgen vergessen.

Am Ende war ich die Letzte, die den Kinosaal verlässt.

// nadine

Cellu l’art goes BERLINALE

10 Tage. 465 Filme. Und wir mittendrin.
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Es glitzert und funkelt in allen Ecken der Stadt. Die Berlinale lädt zu atemberaubenden Filmerlebnissen und unvergesslichen Momenten ein. Doch nicht nur große Blockbuster mit Starbesetzung, auch 27 Kurzfilme aus 18 Ländern, feiern hier, in Berlin, ihre Weltpremiere und konkurrieren um den begehrten “Goldenen Bären”.

Reflexionen über die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse bestimmen das diesjährige Kurzfilmprogramm. Kontraste treffen aufeinander und beginnen sich zu überschlagen. Vertikale und horizontale Ebenen vereinen sich zu einem Raster. Die Berlinale Shorts bieten eine Bandbreite sozialkritischer Themen und Raum für eigene Gedanken.

Im Rahmen der Berlinale versammeln sich jährlich alle Mitglieder der AG Kurzfilm. Gegenstand des Treffens war vor allem eine Diskussion der Rahmenbedingungen von Kurzfilmfestivals und unsere Beitrag den internationalen Kurzfilm in Deutschland noch weiter zu etablieren.

Unser Feedback nach 5 Tagen: Überdimensional überwältigend!
Aber da geht noch mehr.

Liebe Grüße aus Berlin!

Wir melden uns, sobald uns der Alltag im bescheidenen, charmanten Jena zurück hat.

// nadine

Kurzfilm des Monats: PROCRASTINATION von Kin Things

Der Anfang ist die größte Herausforderung! Das leere Blatt starrt dem selbstzweifelnden Studenten ins Gesicht. Anstelle etwas falsch zu machen, fängt er lieber gar nicht erst an.

Anlässlich der Klausurenphase kann gerade dieser Kurzfilm ein wenig Abwechslung schaffen. Er beschreibt die Welt der Studenten kurz vor der vorlesungsfreien Zeit.

Und wer noch mehr Abwechslung braucht, ist herzlich zum “Prokras…Was?!“-Filmabend des Cellu l’art am 20.Januar in der Rose eingeladen. Weitere Infos gibt es unter http://www.cellulart.de/news oder facebook.com/events/762038850510892

Für alle, die dann später doch noch etwas Hilfe bei der ein oder anderen Hausarbeit brauchen, können wir die “Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten” am 5.März 2015 empfehlen. (http://www.schreibenlernen.uni-jena.de/Angebote/Lange+Nacht.html)

Also dann, viel Erfolg bei den Prüfungen!

// nadine

Kurzfilm des Monats – The Correspondents : Fear & Delight

Bei allem Stress vor dem Fest, bleibt keine Zeit für lange Filme! Wer noch eine kurze Abwechslung braucht, ist herzlich zum Musikvideo der Correspondents zu ihrem Titel Fear & Delight eingeladen. Unter der Regie Naren Wilks entstand ein spritziger Kurzfilm, der durch seine grandiose Machtart und die kaleidoskopartige Drauf-Sicht begeistert. Mit Eleganz in Schwarz-Weiß präsentieren uns Mr.Bruce und Chucks einen tollen Film mit Ohrwurm-Garantie.

GEHEIMTIPP:
Noch mehr Abwechslung von “Last Christmas” und der Weihnachtsgeschichte gibts am 21.Dezember 2014 zum Kürzesten Tag des Jahres – dem Bundesweiten Kurzfilmtag. Das Cellu l’art ist dabei – mit ein paar QUICKIES zeigen wir Euch kurze und knackige Kurzfilme unter 5 Minuten im Café Wagner!

Noch mehr Infos unter http://www.cellulart.de/news oder www.facebook.com/events/1524522097800330!

In diesem Sinne, frohes Fest!

// nadine

Kurzfilmklassiker: Felix the Cat goes a hunting (1923)

Am 9. November 1919 feierte Felix the Cat seine Geburtsstunde in Amerika. Wenig später zog er Massen in die Kino und reiste um die ganze Welt. Unter der Regie des Trickfilmers Otto Messmer wurde dieser kleine Kater zur ersten berühmten Cartoonfigur. Die Abenteuer von Felix the Cat wurden in über 200 Kurzfilmen ausgestrahlt.

Mittlerweile hat der Kater einen besonderen Kultstatus erreicht und schaffte es in das Filmprogramm des Cellu l’art: Am 25.November vertont der Weimarer Stummfilmpianist Richard Siedhoff Kurzfilmklassiker live. Wir drehen die Zeit ein wenig zurück und lassen uns von Felix The Cat, Charlie Chaplin, Buster Keaton u.v.m. inspirieren.

Weitere Infos: www.cellulart.de/news
oder unter facebook.com/events/1519987818241850

// nadine

Kurzfilm des Monats: Bad Habit, little Rabbit (Christian Effenberger)

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Haben wir nicht alle unsere merkwürdigen Angewohnheiten?

Der Filmemacher Christian Effenberger inszeniert in seiner Animation eine lustige  kleine Hasen-Geschichte über eine Marotte (oder eher Karotte?!) der ganz besonderen Art. Als der Hase mit seiner Vorliebe für Karottenspitzen die größte Möhre der Welt findet, steht die Mission fest… und bringt ungeahnte Folgen mit sich. Viel Spaß!

Wer noch nicht genug von „Bad Habits“ oder „Little Rabbits“ hat, ist am 28.Oktober 2014 zur Kurzfilmkneipentour „A Bar Is A Screen“ des Cellu l’art eingeladen.

Weitere Infos: http://www.cellulart.de/news
oder unter https://www.facebook.com/events/612887058820510/

Wir freuen uns auf euch!

// sebastian

Filmfestival woanders: Galway Film Fleadh

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Da das cellu l’art gerne mal den Blick über den Tellerrand wagt, ging es für mich im Auftrag des Kurzfilms in die beschauliche irische Metropole Galway. Hier fand Mitte Juli die Galway Film Fleadh statt. Irischer Film in allen Formen und Facetten steht hier im Mittelpunkt. Im 5-tägigen Programm in drei Kinos fand ich neben unzähligen Langfilmen auch 9 Kurzfilmblöcke.
Fast alle Kurzfilme sind irisch, sagt mir das Programmheft. Ganz schön produktives Filmvolk die Iren, denke ich mir.
Die meisten Kurzfilme in meiner Programmauswahl sind Spielfilme und verschiedene Fokuspunkte, wie Familie, Pflicht und Liebe, werden in den Vordergrund gestellt.
Besonders berührt hat mich der Film The Portrait (Das Portrait) von Chris Forster. Hier geht es um die Kunststudentin Eva, die ihren Großvater porträtiert. Damit zwingt sie ihre Mutter Laura, sich mit den Geistern der Vergangenheit auseinander zu setzen, die sie nur zu gern vergessen würde. Ein Film, der durch seine wunderbare Erzählweise sehr tief geht.
Mit einem Augenzwinkern erzählt währenddessen I Am Jesus (Ich bin Jesus) von Regisseur Emmet Harte die Geschichte von Jesus in der modernen Gesellschaft. Der Film sorgt für viele Lacher im Publikum und eine heitere Stimmung. Zum anschauen gibt es das gute Stück gleich hier.

// bettina

// sebastian

cellu l’art 2014: Das sind die Gewinner

PV Team

Das war’s. Spätestens gestern ging mit der Vorführung unserer Gewinnerfilme das cellu l’art Kurzfilmfestival 2014 zu Ende, nachdem am Samstag Abend schon unsere feierliche Preisverleihung stattgefunden hatte. Die darauf folgende Aftershow-Party im Theatercafé war ein voller Erfolg! Vielen Dank an alle, die da waren!

Im Namen aller Beteiligten möchten wir uns auch noch einmal bei all unseren Zuschauern, Sponsoren, Förderern, den anwesenden Filmemachern und unseren Juries für ein großartiges Festival bedanken!

Ausgezeichnet wurden beim diesjährigen Festival die Beiträge:

Bester Experimental-/Animations-/Dokumentarfilm (ExAnDo)
Not Anymore: A Story of Revolution (Matthew VanDyke)
Die packende Dokumentation erzählt die Geschichte der Revolution in Syrien aus der Sicht eines Aufständischen und einer jungen Fotografin.

Bester Kurzspielfilm + Preis der Jugendjury
Baghdad Messi (Sahim Omar Kalifa)
Der Film zeigt eindringlich die Kriegserfahrung von Jugendlichen, die jedoch zurücktritt hinter ganz normalen Sorgen wie der gemeinsamen Begeisterung für den Fußball, was sowohl Fach- als auch Jugendjury überzeugen konnte.

Jenaer Filmpreis für Toleranz
She Comes in Spring (Antoneta Kastrati)
Das Drama setzt sich mit dem Kosovo-Konflikt auseinander: „Der Film erinnert an einen Konflikt, der erst 15 Jahre zurückliegt und ist vornehmlich aus der Täterperspektive erzählt. Darin liegt vermutlich auch sein besonderer Reiz“, so die Begründung von Fachjury-Mitglied Nils Dettmann.

Publikumspreis
97 % (Ben Brand)
Eine leichtfüßige Komödie, die sich heiter und ironisch mit den Tücken der modernen Partnersuche auseinandersetzt.

Die prämierten Regisseure konnten bei der Preisverleihung leider nicht anwesend sein. Dafür konnten wir aber (teils noch während der Preisverleihung empfangene) Grußbotschaften der glücklichen Gewinner zeigen. Die von Sahim Omar Kalifa, Regisseur unseres Doppelsiegers „Baghdad Messi“, sehr ihr hier:

Wir hoffen, dass ihr bei unserem Filmfest mindestens genauso viel Spaß hattet, wie wir! Bis bald!

// sebastian

And the cell goes to… // Aftershow-Party

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Kurze Durchsage vorweg: Nachdem es für eine Weile untergetaucht war, ist das Telefon unseres Festivalchefs gestern am Info-Tisch abgegeben worden. Dafür möchten wir uns beim ehrlichen Finder mit 2 Freikarten für die Preisverleihung heute abend bedanken! Derjenige möge sich also bitte nochmal bei uns melden.

Eine großartige Festivalwoche neigt sich langsam dem Ende zu. Um 18 Uhr zeigen wir unseren 5. Wettbewerbsblock „Kribbel und Krawall“ zum letzten Mal. Hier geht es um Menschen, die nach dem Unbekannten, dem Aufregenden oder einfach der Freiheit streben – und zwar solange, bis es knallt. Kribbeln garantiert — also lasst euch das nicht entgehen!

Um 21 Uhr beginnt dann unsere feierliche Preisverleihung, in der alle prämierten Filme gezeigt werden. Neben den Preisen für den „besten Kurzspielfilm“, den besten Film aus dem Bereich Experimental, Animation und Dokumentation („ExAnDo“), die von unserer kompetenten Fachjury bestimmt werden, haben wir auch bei diesem Festival wieder einen „Jugendjury-Preis“, der von unserer Juniorjury, bestehend aus Jenaer Schülern, verliehen wird. Außerdem wird es zum mittlerweile dritten Mal den „Jenaer Filmpreis für Toleranz“ geben, der vom Jenaer Oberbürgermeister Schröter gestiftet, und von beiden Jurys zusammen vergeben wird. Hoch gehandelt wir natürlich auch in diesem Jahr wieder unser „Publikumspreis“, den IHR bestimmt. Wir haben fleißig ausgezählt, der Gewinner wird heute abend bekannt gegeben!

Und dann? Projektor aus und alle ab ins Bett? Nichts da! Wir lassen die Korken knallen und feiern mit euch eine wilde Aftershow-Party im Theatercafé Jena. Tourist & Baccara werden hier eure vom Sitzen und Zuschauen müde gewordenen Beine wieder in Schwung bringen. Einlass ab 23 Uhr.

Bis später!