// nadine

Kurzfilmklassiker: Felix the Cat goes a hunting (1923)

Am 9. November 1919 feierte Felix the Cat seine Geburtsstunde in Amerika. Wenig später zog er Massen in die Kino und reiste um die ganze Welt. Unter der Regie des Trickfilmers Otto Messmer wurde dieser kleine Kater zur ersten berühmten Cartoonfigur. Die Abenteuer von Felix the Cat wurden in über 200 Kurzfilmen ausgestrahlt.

Mittlerweile hat der Kater einen besonderen Kultstatus erreicht und schaffte es in das Filmprogramm des Cellu l’art: Am 25.November vertont der Weimarer Stummfilmpianist Richard Siedhoff Kurzfilmklassiker live. Wir drehen die Zeit ein wenig zurück und lassen uns von Felix The Cat, Charlie Chaplin, Buster Keaton u.v.m. inspirieren.

Weitere Infos: www.cellulart.de/news
oder unter facebook.com/events/1519987818241850

// nadine

Kurzfilm des Monats: Bad Habit, little Rabbit (Christian Effenberger)

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Haben wir nicht alle unsere merkwürdigen Angewohnheiten?

Der Filmemacher Christian Effenberger inszeniert in seiner Animation eine lustige  kleine Hasen-Geschichte über eine Marotte (oder eher Karotte?!) der ganz besonderen Art. Als der Hase mit seiner Vorliebe für Karottenspitzen die größte Möhre der Welt findet, steht die Mission fest… und bringt ungeahnte Folgen mit sich. Viel Spaß!

Wer noch nicht genug von „Bad Habits“ oder „Little Rabbits“ hat, ist am 28.Oktober 2014 zur Kurzfilmkneipentour „A Bar Is A Screen“ des Cellu l’art eingeladen.

Weitere Infos: http://www.cellulart.de/news
oder unter https://www.facebook.com/events/612887058820510/

Wir freuen uns auf euch!

// sebastian

Filmfestival woanders: Galway Film Fleadh

Galway-Film-Fleadh

Da das cellu l’art gerne mal den Blick über den Tellerrand wagt, ging es für mich im Auftrag des Kurzfilms in die beschauliche irische Metropole Galway. Hier fand Mitte Juli die Galway Film Fleadh statt. Irischer Film in allen Formen und Facetten steht hier im Mittelpunkt. Im 5-tägigen Programm in drei Kinos fand ich neben unzähligen Langfilmen auch 9 Kurzfilmblöcke.
Fast alle Kurzfilme sind irisch, sagt mir das Programmheft. Ganz schön produktives Filmvolk die Iren, denke ich mir.
Die meisten Kurzfilme in meiner Programmauswahl sind Spielfilme und verschiedene Fokuspunkte, wie Familie, Pflicht und Liebe, werden in den Vordergrund gestellt.
Besonders berührt hat mich der Film The Portrait (Das Portrait) von Chris Forster. Hier geht es um die Kunststudentin Eva, die ihren Großvater porträtiert. Damit zwingt sie ihre Mutter Laura, sich mit den Geistern der Vergangenheit auseinander zu setzen, die sie nur zu gern vergessen würde. Ein Film, der durch seine wunderbare Erzählweise sehr tief geht.
Mit einem Augenzwinkern erzählt währenddessen I Am Jesus (Ich bin Jesus) von Regisseur Emmet Harte die Geschichte von Jesus in der modernen Gesellschaft. Der Film sorgt für viele Lacher im Publikum und eine heitere Stimmung. Zum anschauen gibt es das gute Stück gleich hier.

// bettina

// sebastian

cellu l’art 2014: Das sind die Gewinner

PV Team

Das war’s. Spätestens gestern ging mit der Vorführung unserer Gewinnerfilme das cellu l’art Kurzfilmfestival 2014 zu Ende, nachdem am Samstag Abend schon unsere feierliche Preisverleihung stattgefunden hatte. Die darauf folgende Aftershow-Party im Theatercafé war ein voller Erfolg! Vielen Dank an alle, die da waren!

Im Namen aller Beteiligten möchten wir uns auch noch einmal bei all unseren Zuschauern, Sponsoren, Förderern, den anwesenden Filmemachern und unseren Juries für ein großartiges Festival bedanken!

Ausgezeichnet wurden beim diesjährigen Festival die Beiträge:

Bester Experimental-/Animations-/Dokumentarfilm (ExAnDo)
Not Anymore: A Story of Revolution (Matthew VanDyke)
Die packende Dokumentation erzählt die Geschichte der Revolution in Syrien aus der Sicht eines Aufständischen und einer jungen Fotografin.

Bester Kurzspielfilm + Preis der Jugendjury
Baghdad Messi (Sahim Omar Kalifa)
Der Film zeigt eindringlich die Kriegserfahrung von Jugendlichen, die jedoch zurücktritt hinter ganz normalen Sorgen wie der gemeinsamen Begeisterung für den Fußball, was sowohl Fach- als auch Jugendjury überzeugen konnte.

Jenaer Filmpreis für Toleranz
She Comes in Spring (Antoneta Kastrati)
Das Drama setzt sich mit dem Kosovo-Konflikt auseinander: „Der Film erinnert an einen Konflikt, der erst 15 Jahre zurückliegt und ist vornehmlich aus der Täterperspektive erzählt. Darin liegt vermutlich auch sein besonderer Reiz“, so die Begründung von Fachjury-Mitglied Nils Dettmann.

Publikumspreis
97 % (Ben Brand)
Eine leichtfüßige Komödie, die sich heiter und ironisch mit den Tücken der modernen Partnersuche auseinandersetzt.

Die prämierten Regisseure konnten bei der Preisverleihung leider nicht anwesend sein. Dafür konnten wir aber (teils noch während der Preisverleihung empfangene) Grußbotschaften der glücklichen Gewinner zeigen. Die von Sahim Omar Kalifa, Regisseur unseres Doppelsiegers „Baghdad Messi“, sehr ihr hier:

Wir hoffen, dass ihr bei unserem Filmfest mindestens genauso viel Spaß hattet, wie wir! Bis bald!

// sebastian

And the cell goes to… // Aftershow-Party

cellu-lart-2013-Preisverleihung-Jugendjurypreis

Kurze Durchsage vorweg: Nachdem es für eine Weile untergetaucht war, ist das Telefon unseres Festivalchefs gestern am Info-Tisch abgegeben worden. Dafür möchten wir uns beim ehrlichen Finder mit 2 Freikarten für die Preisverleihung heute abend bedanken! Derjenige möge sich also bitte nochmal bei uns melden.

Eine großartige Festivalwoche neigt sich langsam dem Ende zu. Um 18 Uhr zeigen wir unseren 5. Wettbewerbsblock „Kribbel und Krawall“ zum letzten Mal. Hier geht es um Menschen, die nach dem Unbekannten, dem Aufregenden oder einfach der Freiheit streben – und zwar solange, bis es knallt. Kribbeln garantiert — also lasst euch das nicht entgehen!

Um 21 Uhr beginnt dann unsere feierliche Preisverleihung, in der alle prämierten Filme gezeigt werden. Neben den Preisen für den „besten Kurzspielfilm“, den besten Film aus dem Bereich Experimental, Animation und Dokumentation („ExAnDo“), die von unserer kompetenten Fachjury bestimmt werden, haben wir auch bei diesem Festival wieder einen „Jugendjury-Preis“, der von unserer Juniorjury, bestehend aus Jenaer Schülern, verliehen wird. Außerdem wird es zum mittlerweile dritten Mal den „Jenaer Filmpreis für Toleranz“ geben, der vom Jenaer Oberbürgermeister Schröter gestiftet, und von beiden Jurys zusammen vergeben wird. Hoch gehandelt wir natürlich auch in diesem Jahr wieder unser „Publikumspreis“, den IHR bestimmt. Wir haben fleißig ausgezählt, der Gewinner wird heute abend bekannt gegeben!

Und dann? Projektor aus und alle ab ins Bett? Nichts da! Wir lassen die Korken knallen und feiern mit euch eine wilde Aftershow-Party im Theatercafé Jena. Tourist & Baccara werden hier eure vom Sitzen und Zuschauen müde gewordenen Beine wieder in Schwung bringen. Einlass ab 23 Uhr.

Bis später!

// sebastian

Tonight: cellu l’art Party mit Oliver Goldt!

Goldt 2012 auch

Am heutigen Freitag geht es zügig weiter beim cellu l’art 2014:
wir zeigen zum zweiten Mal unsere Wettbewerbsblöcke „Tatsächlich Liebe?“ (18 Uhr), „Gefahrenblind“ (20 Uhr) und „Traum und Tod“ (22 Uhr).

Außerdem gibt es um 19 Uhr den letzten Block unseres Länderschwerpunkts Brasilien. Was euch da genau erwartet, könnt ihr im Beitrag von gestern nachlesen.
Um 21 Uhr solltet ihr euch außerdem unsere B-Sides nicht entgehen lassen. Traditionell zeigen wir hier all die kleinen Meisterwerke und Teamlieblinge die es aus den diesjährigen Einsendungen nicht in die regulären Wettbewerbsblöcke geschafft haben. Trotzdem wollen wir euch diese Perlen natürlich nicht vorenthalten, also kommt zahlreich!

Gleich nachdem der letzte Block durchgelaufen ist, startet heute Abend die erste cellu l’art-Party dieses Festivals, denn bei der ganzen Planung haben wir fast vergessen, unser Jubiläum ordentlich zu feiern! Dafür konnten wir den bekannten DJ und Musikenthusiasten Oliver Goldt von Freude am Tanzen/Musik Krause gewinnen. In seine tanzbaren Beats aus dem gesamten Spektrum der elektronischen Musik mischt er nach Lust und Laune Samples aus allen Genres und Jahrzehnten. Ihr dürft also gespannt sein!

Einlass 23:30 Uhr, ab ca. 0 Uhr geht’s los!
Wir freuen uns auf euch!

// sebastian

Länderschwerpunkt Brasilien: Das erwartet euch heute & morgen

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Donnerstag, 24. April 2014
19 Uhr, Volksbad

•    Truques, xaropes e outros artigos de confiança
•    Ilha das Flores
•    5x Favela
•    Barbossa
•    The Day Dorival Faced the Guard
•    Dadá

Dieses “Best of” versammelt international erfolgreiche Klassiker des brasilianischen Kurzfilmes mit Auszeichnungen auf zahlreichen Festivals (u.a. Berlinale, Toronto Short Film Festival, Habana International Film Festival und vielen mehr) zu einem eindrucksvollen Panoptikum. Sie erzählen von kleinen Dramen und großen Hoffnungen, von Ausweglosigkeit und Durchbruch, stellen überraschende Vergleiche an — und unterhalten mit packendem Kino!

Freitag, 25. April 2014

19 Uhr, Volksbad

•    5x Favela
•    Passinho Dance Off

Tanzen ist Leben! Das gilt metaphorisch für die brasilianische Seele wie konkret für die Lebenswirklichkeit der jungen “Passinho”-Protagonisten. Der Filmer Emílio Domingos zeigt, wie der virale Erfolg eines YouTube-Tanzvideos 2008 in eine lebendige Subkultur jenseits von Carioca-Funk, DJ-Parties und Favelas mündete. Wenn er dabei die Mischung unterschiedlichster Stile und Einflüsse von Funk und Breakdance über Michael Jacksons Moonwalk bis zu brasilianischen Rhythmen wie Forro und Samba dokumentiert, demonstriert er nicht nur beiläufig das herausragende Integrationsmoment in der brasilianischen Kultur, sondern macht mit rhythmisch illustrierten Dance Offs vor allem Lust auf Tanzen!

Gott sei Dank steigt am selben Abend die erste Filmfestparty mit Oliver Goldt im Volksbad! Einlass ab halb 12. Let’s dance!

// sebastian

Interview mit Sidney Martins: “Man sieht sofort: Das ist ein brasilianischer Film!”

Sidney Martins

Nach der feierlichen Eröffnung gestern Abend bei unserem Open Air, beginnt heute das eigentliche Festival. Das ist dieses Jahr im Volksbad Jena beheimatet. Los geht’s heute um 18 Uhr im großen Saal mit dem ersten Screening unseres ersten Wettbewerbsblocks „Härte und Bärte“. Unseren vollständigen Timetable findet ihr noch einmal hier.

Heute um 19 Uhr zeigen wir im kleinen Saal den ersten von drei Länderschwerpunkt-Blöcken. Die Wahl fiel in diesem Jahr auf Brasilien, ganz passend zur Fußball-WM im Sommer. Als quasi-Kurator hierfür konnten wir einen einschlägigen Experten für den brasilianischen Film gewinnen, den Schauspieler, Capoeirista und Chef des Berliner Filmfestes „Cine Brasil“, Sidney Martins.

Martins wurde 1967 in São Gonçalo, Brasilien geboren. Seit 1998 wohnt er in Berlin. 2005 gründete er die Produktionsfirma „Cinema Negro“, die zahlreiche Veranstaltungen mit Schwerpunkt auf Afro-brasilianischer Kultur organisiert.

Herr Martins, wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem cellu l’art?
Ich organisiere das CineBrasil schon seit 2005 und dann kam die Einladung zu dieser Zusammenarbeit. Über das CineBrasil habe ich langjährige Erfahrung mit der brasilianischen Botschaft und gute Kontakte zu Filmemachern. Als einer der aktivsten Brasilianer in dieser Richtung konnte ich deshalb helfen, passende Filme für das cellu l’art vorzuschlagen und zu beschaffen. Außerdem bin ich Mitglied der Fachjury.

Was zeichnet den brasilianischen Film aus?
Ich glaube, dass es keine besondere Stärke ist, es gibt keine Nach- oder Vorteile, aber man sieht, dass die brasilianischen Filme sehr brasilianisch sind. Das ist auch schlecht, weil sich im Ausland, in Ländern, die mit Brasilien nichts zu tun haben, oft kein internationaler Verleih findet. In Deutschland und Europa sieht man sehr wenige brasilianische Filme. Etwas mehr natürlich noch in Portugal, wegen der Sprache.
Gleichzeitig ist das aber auch das Schöne. Man sieht sofort: „Ach, das ist ein brasilianischer Film!“. Die Filme erzählen aus dem Leben und zeigen den Alltag. Es ist also selten, dass man denkt: „Dieser Film könnte auch in Schweden gemacht worden sein“ oder „diese Geschichte könnte auch in Deutschland passieren“. Ich finde es auch schön, dass zum Beispiel die Art zu Schauspielern und Regie zu führen nicht nur sehr südamerikanisch sind, sondern vor allem auch sehr brasilianisch. Das ist kein Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern, man merkt das auf jeden Fall, diese Kultur.

Worauf dürfen wir uns beim cellu l’art besonders freuen?
Etwas besonderes ist sicherlich „5x Favelas“. 5 kurze Filme, die von jungen brasilianischen Filmregisseuren gedreht wurden. Sie entstanden in einem Projekt, bei dem ein brasilianischer Regisseur ohne viel Geld eine kleine Filmschule in einer Favela gegründet hat. Nach 10 Jahren der Arbeit mit den Jugendlichen dort entstand dieser Film. Ein brasilianischer Produzent hat es geschafft, das Projekt der Jungs für Geld zu verkaufen und ihre Geschichten auf einer professionellen Ebene zu realisieren. Auch „Cine Brasil“ war an der Produktion beteilgt. Das ist für mich der schönste von allen Filmen, weil er von Jungs gemacht wurde, die vor 15 Jahren gar nichts hatten. Und 2011 hat der Film Brasilien sogar beim Filmfest in Cannes repräsentiert.

Die 5 Episoden von „5x Favelas“ laufen beim cellu l’art 2014 im Länderschwerpunkt Brasilien am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, jeweils um 19 Uhr.

// sebastian

Tonight: Open Air

Faulloch Luftaufnahme

Heute Abend ist es endlich soweit! Mit unserem traditionellen Kurzfilm-Open-Air wird das 15. cellu l’art Festival offiziell eröffnet. Hinter dem Jenaer Johannistor, am „Faulloch“, erwartet euch bei Speis und Trank ein volles Programm:

Bereits ab 18 Uhr wird, passend zu unserem diesjährigen Länderschwerpunkt Brasilien, eine Capoeira-Truppe ihre atemberaubende Kunst präsentieren.

Gegen 20 Uhr spielt die Alternative-Band Orkidheart auf. Die junge Formation aus Jena bringt eine frische Mischung aus Alternative, Indie und klassischem Rock mit. Unten könnt ihr euch schon mal einhören.

Sobald es etwas dämmert zeigen wir euch einige unserer Lieblingsfilme aus früheren Festivals. Hier ist sicher für jeden was dabei. Mehr wird an dieser Stelle mal noch nicht verraten, lasst euch überraschen!

Außerdem habt ihr natürlich nochmals die Möglichkeit, euch Tickets für das Festival, das von Mittwoch bis Sonntag im Volksbad stattfindet, zu sichern. Für das leibliche Wohl ist dabei gesorgt: auf der Karte stehen schmackhafte Karottensuppe und vegane Waffeln.

Bis heute Abend!

// sebastian

cellu l’art 2014: Bildflimmern berichtet

Nur noch ein paar mal schlafen, dann geht es auch schon los mit unserem diesjährigen Jubiläums-cellu l’art! Ab heute werden wir euch deshalb an dieser Stelle fast täglich über das Festival auf dem Laufenden halten.

Der Vorverkauf läuft nun schon eine ganze Weile und das sehr erfolgreich. Bei unserem Open Air am Dienstag (ab 20 Uhr) habt ihr nochmal die Möglichkeit, euch frühzeitig Tickets zu sichern. Außerdem könnt ihr per Mail Karten reservieren.

Mittlerweile haben wir auch endlich unsere großen und schönen Programmhefte im Druck; die digitale Version gibt es hier.

Um die Vorfreude noch weiter anzuheizen, haben wir jetzt schon mal einen kurzen Film aus unserem ersten Wettbewerbsblock „Härte und Bärte“ für euch. Er stammt von Richard Siedhoff, der euch vielleicht schon als Stummfilmpianist vom ein oder anderen Kinoabend bekannt ist. Viel Spaß mit „Beard & Breakfast“!