// sebastian

Kurzfilm des Monats: The External World von David O’Reilly

The External World

Unser Kurzfilm des Monats hört auf den Namen “The External World” und ist ein Werk des irischen Animationskünstlers David O’Reilly aus dem Jahr 2010.
O’Reilly machte zuletzt mit dem Simulationsvideospiel “Mountain” (in dem man einen im All schwebenden Berg spielt) und den Animationssequenzen in Spike Jonze’s SciFi-Romanze “Her” von sich reden.
In “The External World” reiht der 1985 in Kilkenny geborene Filmemacher eine Vielzahl skurriler Episoden aneinander. Die sind so grell, laut, witzig, brutal und überraschend, dass der Film im Screening für unseren diesjährigen Länderschwerpunkt Irland für durchaus gespaltene Reaktionen sorgte — wir wollten ihn euch dennoch nicht vorenthalten!

Weitere tolle Filme aus dem spannenden Filmland mit den vielen Schafen und dem Rest Welt gibt es beim cellu l’art Festival im nächsten Monat zu sehen: vom 21. bis 26. April 2015 im Volksbad Jena!

The External World from David OReilly on Vimeo.

// Bettina

Kurzfilm auf Irisch

Irland ist landschaftlich eine unberührte Blüte. Die Schriftsteller des Landes sind in der ganzen Welt bekannt. Wie steht es aber um den Kurzfilm in Irland? Sehr gut, finden wir. In den vergangenen 10 Jahren wurden 2 irische Kurzfilme mit dem Oscar® ausgezeichnet, 6 weitere waren in den Kategorien Kurzspielfilm beziehungsweise Animation für die begehrte Trophäe nominiert. Ein Beleg für den internationalen Erfolg der kleinen, produktiven Filmnation. In Irland gibt es diverse Kurzfilmfestivals, die die Kurzfilmlandschaft reflektieren und bereichern. Eines der bekanntesten ist wohl das Jameson Dublin International Filmfestival.

Vor allem die narrative Kunst liegt den Iren. In verschiedenen Förderprogrammen werden Kurzfilme unterstützt, die ohne Sprache auskommen oder sich in Irischer Sprache ausdrücken. Ob in Animation oder Kurzspielfilm, das Erzählen von Geschichten steht im Mittelpunkt der Irischen Filmkunst. Zu den wichtigsten Themen gehören Religion, Landesgeschichte und der humoristische Umgang mit Alltagsproblemen. Natürlich werden auch problematische Aspekte des sozialen Alltags, wie Armut und Arbeitslosigkeit in den Filmen behandelt.

Im Rahmen des Kurzfilmfestivals cellu l’art werden im April 2015 irische Kurzfilme in 3 Filmblöcken in den Fokus gestellt. Erste Kurzfilme werden in dieser Woche anlässlich des irischen Nationalfeiertags St. Patrick’s Day mit dem Publikum geteilt. Hier findet ihr mehr Information.

Ein Favorit in der Auswahl an irischen Filmen ist „Give Up Yer Aul Sins“ von Cathal Gaffney. Das vierminütge Meisterwerk vereint eine alte Tonbandaufnahme mit einer Comic-Animation. Im Rahmen eines Schulprojektes mit dem Fernsehen erzählt ein kleines Mädchen die Geschichte von Johannes dem Täufer mit viel Leidenschaft. Die mehr als 30 Jahre alte Aufnahme wurde im Jahr 2000 mit Animationen kombiniert, die der Erzählung mit einem Augenzwinkern Leben einhauchen. Unter dem folgenden Link könnt ihr den Film anschauen.

// nadine

Filmakademie “Magie & Zaubertricks”

Du schaust gern Filme… Aber wolltest schon immer selbst Hand anlegen und weist nicht wie? Dann komm vom 30.März bis 2.April 2015 zur Filmakademie in das Polaris und tauch ein in die Welt des Films. Täglich von 10 bis 16 Uhr lernst du alles, was ein Filmemacher braucht. Du musst dich nur entscheiden, welcher Workshop der Richtige für dich ist…

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Lerne im STOP MOTION WORKSHOP eine Filmtechnik kennen, die regungslosen Objekten Leben einhaucht. Mit einfachen Tipps und Tricks wirst du in die magische Welt der Animation eingeführt. Es wird gebastelt, gezeichnet, modelliert und der Umgang mit der Kamera, Licht und Ton vermittelt. Unter dem Motto „Magie & Zaubertricks“ konstruierst du deine eigene Kurzgeschichte und schaffst eine neue Filmwelt. Die Praktiken bereiten dich darauf vor Regisseur, Drehbuchautor und Künstler in einer Person zu werden. Nur deine Kreativität ist gefragt…

Oder doch lieber Ideen von den großen Künstler abschauen?
Im 60 SEKUNDEN WORKSHOP ist sogar das Nachmachen erwünscht. Harry Potter, Herr der Ringe oder Step Up 2 The Streets – Erzähl uns, welcher Film dich fasziniert und lass uns gemeinsam einen 60-Sekunden-Clip kreieren. Erhalte einen Einblick in die Arbeit bekannter Regisseure. Und das Beste: Wir kürzen die Geschichte auf das Wesentliche und Filmen am Stück – ohne Schnitt! Lerne die Besonderheiten beim Filmdreh eine “One Takes” kennen. Worauf muss geachtet werden? Wie muss die Kamera geführt werden? Dich erwartet eine spaßige Woche und eine bekannte Geschichte gefilmt, aus einer neuen Perspektive.

Organisiert wird die Filmakademie unter der Zusammenarbeit des cellu l’art Kurzfilmfestivals und dem Jugendbildung- und Begegnungszentrum Polaris.

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.polaris-jena.de

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Und wer schon jetzt Lust auf mehr Kurzfilme bekommen hat, sollte sich unbedingt den 24. und 25.April im Kalender eintragen. Im Rahmen des 16. cellu l’art Kurzfilmfestivals werden wir im Polaris ein spannendes Jugend-Filmprogramm für dich auf die Beine stellen. Weitere Informationen erhälst du in Kürze!

// nadine

So lasset die Spiele beginnen – Sichtungswochenende beim cellu l’art

Die Magie des kurzen Augenblicks…

…Wurde am vergangenen Wochenende etwas überreizt.

Von Freitag-Abend bis Sonntag-Nacht flimmerte unsere Leinwand nahezu pausenlos. Aus über 800 Einreichungen für das 16. cellu l’art Kurzfilmfestival 2015 wurde seit Monaten gesichtet, bewertet und kategorisiert – übrig blieben über 100 Kurzfilme, die sich am vergangene Wochenende gegeneinander behauptet haben. Leider schützt die Filmerfahrung unseres Teams bei 30 Stunden Filmmaterial wenig vor Reizüberflutung, Müdigkeit und Überlastung. Wo das Popcorn an seine Grenzen stößt, konnten die Gemüter nur noch durch eine intelligente Mischung aus Kaffee- und Bierkonsum zufrieden gestellt werden. Und wer noch nicht von der bildlichen Gewalt überrumpelt wurde, hatte während einiger Kontroversen und Diskussionen die Gelegenheit bis aufs Messer für seine Favoriten zu kämpfen.

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Und am Ende waren da nur noch: 18 medial erschöpfte Teammitglieder, sowie knapp 50 Wettbewerbsfilme, die dem Kampf um die „Goldene Zelle“ Stand hielten.

Seid gespannt auf ein mitreißendes Festivalprogramm vom 21. bis 26. April.
Kommt vorbei, sonst war unsere ganze Arbeit zu nichts Nutz! Und denkt während der Festivaltage einen kurzen Moment an das Internationale Centrum „Haus auf der Mauer“, das uns dieses tolle Sichtungswochenende ermöglicht hat. Vielen Dank!

// nadine

#BerlinaleMoments

Im atmosphärischen Schwarz-Weiß erscheint der Abspann meines letzten Films der Berlinale. Die Beleuchtung springt an und langsam verlassen alle Besucher den Saal. Nur ich bleibe hypnotisiert sitzen. In mir stauen sich Gefühle der Begeisterung, Faszination, aber vor allem Sprachlosigkeit. Bis zu diesem letzten Film konnte ich alle Emotionen zurückhalten. Nun hat die Reizüberflutung ihren Höhepunkt erreicht. Jetzt muss alles raus: ich will über den Potsdamer Platz rennen und alles loswerden. Ich möchte Worte finden, für etwas Unbeschreibliches…
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Die Berlinale ist ein Festival der Superlative. Sie versammelt nicht nur Filmemacher, Regisseure und Schauspieler erster Klasse, sondern lässt auch jene normalen Besucher – Studenten wie dich und mich – ein bisschen besonders fühlen. Eine ganze Stadt wurde in die Festival-Stimmung eingetaucht und Tage später noch nicht losgelassen.

Die Gesamtheit der Berlinale, aber auch viele persönliche Momente haben mich sehr beeindruckt. So beispielsweise der Auftritt des Regisseurs Wregas Bhanuteja im Anschluss an die Weltpremiere seines Kurzfilms Lembusura, der unter den Berlinale Shorts III zu bewundern war. Ein sehr gelassener Filmemacher im trashigen Kostüm trat mit einer Maske – symbolischer Bekämpfer des Bergdämons – vor das Publikum. Sein Kurzfilm, welcher anlässlich des Ascheregens in Indonesien umgesetzt wurde, erinnerte zunächst eher an eine komische Improvisation eines spirituel überzeugtem Tänzer. Später fragt ein Zuschauer nach seinem Mitbringsel. Wregas Bhanuteja erklärt die Maske als Sinnbild seiner Freunde, Darsteller und Kameramänner, die es sich nicht leisten konnten, heute hier zu stehen.

So hoffte man auch, dass Jafar Panahi, Gewinner des Goldenen Bären mit dem Langfilm Taxi seinen Preis persönlich entgegennehmen dürfe. Bereits Festivaldirektor Dieter Kosslick eröffnete die Berlinale mit seiner Anteilnahme, ungeahnt, dass Panahi Tage später der Hauptpreis des Festivals gebühren würde: “Wir werden Ihn so lange einladen, bis er irgendwann persönlich seinen Preis abholen kommt.”
In Zeiten, wo Zensur, Presse- und Meinungsfreiheit doch nicht so selbstverständlich sind, wie zunächst angenommen, treffen besonders diese Einzelfälle sehr hart und vertiefen meine Eindrücke der Berlinale.

Ich habe sehr interessante 10 Tage in Berlin erlebt. Natürlich haben der Umfang des Festivals, der fehlende Schlaf, der Wettlauf von einem Kino zum Nächsten und das ewige Anstehen an den Kräften gezerrt. Aber als dann der Berlinale-Trailer auf der Leinwand aufflimmerte, waren alle Sorgen vergessen.

Am Ende war ich die Letzte, die den Kinosaal verlässt.

// nadine

Cellu l’art goes BERLINALE

10 Tage. 465 Filme. Und wir mittendrin.
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Es glitzert und funkelt in allen Ecken der Stadt. Die Berlinale lädt zu atemberaubenden Filmerlebnissen und unvergesslichen Momenten ein. Doch nicht nur große Blockbuster mit Starbesetzung, auch 27 Kurzfilme aus 18 Ländern, feiern hier, in Berlin, ihre Weltpremiere und konkurrieren um den begehrten “Goldenen Bären”.

Reflexionen über die gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse bestimmen das diesjährige Kurzfilmprogramm. Kontraste treffen aufeinander und beginnen sich zu überschlagen. Vertikale und horizontale Ebenen vereinen sich zu einem Raster. Die Berlinale Shorts bieten eine Bandbreite sozialkritischer Themen und Raum für eigene Gedanken.

Im Rahmen der Berlinale versammeln sich jährlich alle Mitglieder der AG Kurzfilm. Gegenstand des Treffens war vor allem eine Diskussion der Rahmenbedingungen von Kurzfilmfestivals und unsere Beitrag den internationalen Kurzfilm in Deutschland noch weiter zu etablieren.

Unser Feedback nach 5 Tagen: Überdimensional überwältigend!
Aber da geht noch mehr.

Liebe Grüße aus Berlin!

Wir melden uns, sobald uns der Alltag im bescheidenen, charmanten Jena zurück hat.

// nadine

Kurzfilm des Monats: PROCRASTINATION von Kin Things

Der Anfang ist die größte Herausforderung! Das leere Blatt starrt dem selbstzweifelnden Studenten ins Gesicht. Anstelle etwas falsch zu machen, fängt er lieber gar nicht erst an.

Anlässlich der Klausurenphase kann gerade dieser Kurzfilm ein wenig Abwechslung schaffen. Er beschreibt die Welt der Studenten kurz vor der vorlesungsfreien Zeit.

Und wer noch mehr Abwechslung braucht, ist herzlich zum “Prokras…Was?!“-Filmabend des Cellu l’art am 20.Januar in der Rose eingeladen. Weitere Infos gibt es unter http://www.cellulart.de/news oder facebook.com/events/762038850510892

Für alle, die dann später doch noch etwas Hilfe bei der ein oder anderen Hausarbeit brauchen, können wir die “Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten” am 5.März 2015 empfehlen. (http://www.schreibenlernen.uni-jena.de/Angebote/Lange+Nacht.html)

Also dann, viel Erfolg bei den Prüfungen!

// nadine

Kurzfilm des Monats – The Correspondents : Fear & Delight

Bei allem Stress vor dem Fest, bleibt keine Zeit für lange Filme! Wer noch eine kurze Abwechslung braucht, ist herzlich zum Musikvideo der Correspondents zu ihrem Titel Fear & Delight eingeladen. Unter der Regie Naren Wilks entstand ein spritziger Kurzfilm, der durch seine grandiose Machtart und die kaleidoskopartige Drauf-Sicht begeistert. Mit Eleganz in Schwarz-Weiß präsentieren uns Mr.Bruce und Chucks einen tollen Film mit Ohrwurm-Garantie.

GEHEIMTIPP:
Noch mehr Abwechslung von “Last Christmas” und der Weihnachtsgeschichte gibts am 21.Dezember 2014 zum Kürzesten Tag des Jahres – dem Bundesweiten Kurzfilmtag. Das Cellu l’art ist dabei – mit ein paar QUICKIES zeigen wir Euch kurze und knackige Kurzfilme unter 5 Minuten im Café Wagner!

Noch mehr Infos unter http://www.cellulart.de/news oder www.facebook.com/events/1524522097800330!

In diesem Sinne, frohes Fest!

// nadine

Kurzfilmklassiker: Felix the Cat goes a hunting (1923)

Am 9. November 1919 feierte Felix the Cat seine Geburtsstunde in Amerika. Wenig später zog er Massen in die Kino und reiste um die ganze Welt. Unter der Regie des Trickfilmers Otto Messmer wurde dieser kleine Kater zur ersten berühmten Cartoonfigur. Die Abenteuer von Felix the Cat wurden in über 200 Kurzfilmen ausgestrahlt.

Mittlerweile hat der Kater einen besonderen Kultstatus erreicht und schaffte es in das Filmprogramm des Cellu l’art: Am 25.November vertont der Weimarer Stummfilmpianist Richard Siedhoff Kurzfilmklassiker live. Wir drehen die Zeit ein wenig zurück und lassen uns von Felix The Cat, Charlie Chaplin, Buster Keaton u.v.m. inspirieren.

Weitere Infos: www.cellulart.de/news
oder unter facebook.com/events/1519987818241850

// nadine

Kurzfilm des Monats: Bad Habit, little Rabbit (Christian Effenberger)

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Haben wir nicht alle unsere merkwürdigen Angewohnheiten?

Der Filmemacher Christian Effenberger inszeniert in seiner Animation eine lustige  kleine Hasen-Geschichte über eine Marotte (oder eher Karotte?!) der ganz besonderen Art. Als der Hase mit seiner Vorliebe für Karottenspitzen die größte Möhre der Welt findet, steht die Mission fest… und bringt ungeahnte Folgen mit sich. Viel Spaß!

Wer noch nicht genug von „Bad Habits“ oder „Little Rabbits“ hat, ist am 28.Oktober 2014 zur Kurzfilmkneipentour „A Bar Is A Screen“ des Cellu l’art eingeladen.

Weitere Infos: http://www.cellulart.de/news
oder unter https://www.facebook.com/events/612887058820510/

Wir freuen uns auf euch!