// sebastian

cellu l’art 2014: Bildflimmern berichtet

Nur noch ein paar mal schlafen, dann geht es auch schon los mit unserem diesjährigen Jubiläums-cellu l’art! Ab heute werden wir euch deshalb an dieser Stelle fast täglich über das Festival auf dem Laufenden halten.

Der Vorverkauf läuft nun schon eine ganze Weile und das sehr erfolgreich. Bei unserem Open Air am Dienstag (ab 20 Uhr) habt ihr nochmal die Möglichkeit, euch frühzeitig Tickets zu sichern. Außerdem könnt ihr per Mail Karten reservieren.

Mittlerweile haben wir auch endlich unsere großen und schönen Programmhefte im Druck; die digitale Version gibt es hier.

Um die Vorfreude noch weiter anzuheizen, haben wir jetzt schon mal einen kurzen Film aus unserem ersten Wettbewerbsblock „Härte und Bärte“ für euch. Er stammt von Richard Siedhoff, der euch vielleicht schon als Stummfilmpianist vom ein oder anderen Kinoabend bekannt ist. Viel Spaß mit „Beard & Breakfast“!

// christoph

cellu l’art 2014: Endlich geht’s los!

Nachdem einige unserer Fans bereits seit Tagen sehnsüchtig in der Tourist-Information am Markt nachgefragt haben, geht es jetzt endlich los: Die Tickets fürs Festival 2014 sind da, der Vorverkauf hat begonnen!

Auf diesen Wegen kommt ihr an eure cellu l’art-Tickets:

- Im Foyer der Mensa am Ernst-Abbe-Platz: 09./10.04. und 15.-17.04. (jeweils 11-14 Uhr)
- In der Tourist-Information am Markt (ab 10.04.)
- Über unsere Tickethotline: 0179/4877589 (Mo-Fr täglich von 12-20 Uhr)
- Oder online reservieren unter www.cellulart.de oder per Mail an info@cellulart.de

Tickets

Infos zum Programm findet ihr unter www.cellulart.de und auf unseren Programm-Flyern, die überall in der Stadt ausliegen – oder ihr fragt uns persönlich in der Mensa.

 

// Bettina

TP2 Talent Pool – jetzt bewerben

Vom 27. Januar bis zum 28. Februar 2014 kann man sich wieder für das Qualifizierungsprogramm TP2 Talentpool bewerben!
Gesucht werden für den 11.TP2 Jahrgang talentierte junge Filmemacher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die sich in den Bereichen Drehbuch, Regie oder Produktion weiterbilden wollen.
In sieben Workshops, die von erfahrenen Filmschaffenden geleitet werden, entwickelt man seine eigene Filmidee weiter und lernt alles, was man über das Filmbusiness wissen muss.
Das Programm ist studien- und berufsbegleitend konzipiert.

Alles weitere über TP2 sowie die Macher und Absolventen des Programm kann man am 27.01.2014 um 13.30 Uhr bei der Infoveranstaltung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, erfahren.
Kontakt: maria@tradewind-pictures.de oder unter 0361 789 123 6.
Mehr Infos zum Programm und zur Bewerbung auf www.ich-hab-talent.de und bei Facebook

// christoph

Musikvideo des Monats: Bayuh – Krokodil (Florian Boesel, Benjamin Lindner)

Schnappi ist zurück!

Aber keine Sorge: Was zunächst wie eine grausame Drohung klingt, kommt im Musikvideo der beiden jungen Berliner Filmemacher Florian Boesel und Benjamin Lindner äußerst charmant und originell daher. Die Regisseure sagen selbst über ihren Film, dass er “eine Odyssee durch den Dschungel der Großstadt und eine Geschichte über das Tier im Manne” ist. So gesehen ist “Krokodil” zeitlos und passt auch ohne Winterimpressionen wunderbar in unsere Vorweihnachtszeit. Viel Spaß!

 

// christoph

29. interfilm-Festival Berlin: Von Pädophilen und Goldanzügen

interfilm Logo 2013

Dass Kurzfilme keineswegs nur der schnellen Unterhaltung dienen, sondern auch gesellschaftlich brisante, politische und vor allem unangenehme Themen in ihrer Zeit thematisieren können, zeigt sich in den Wettbewerben der Dokus und „Konfrontationen“. Letztere werden von den Veranstaltern treffend auch als „films with a conscience“, also „Filme mit Gewissen“ umschrieben.

Der Filmblock „Randgestalten“ lässt das Publikum in seinen sechs Filmen ganz nah an seine Protagonisten heran. Besonders herausragend zeigen sich hier zwei Beiträge aus Belgien. „Dit is Ronald“ von Jules Comes beschäftigt sich mit einem der gesellschaftlichen Tabuthemen par excellence: Pädophilie. Ronald fühlt sich zu Kindern hingezogen, seine Schuldgefühle quälen ihn. Er hofft neben der psychotherapeutischen Hilfe endlich in einer geheimen Bruderschaft Erlösung zu finden, findet jedoch nur mehr Verzweiflung.

Verzweifelt ist auch der 16-jährige Thomas in „De Naam van de Vader“ („In the Name of the Father“). Regisseur Timothy Josha Wennekes zeigt uns in diesem Film wie religiöse Glaubensgemeinschaften sogar ganze Familien spalten.

Nach solch ernsten Themen und insgesamt vier Programmen musste es dann zum Abschluss des Tages etwas Heiteres und Verrücktes sein. Und für solche Fälle gibt es bei der interfilm ein Zauberwort: EJECT. Das überaus bunte und schrille Event in der Volksbühne bietet neben einer bemerkenswerten Anzahl angeheiterter Menschen, einem Moderator im Goldanzug und dem ominösen „Sir Henry“ an der Orgel auch so manche „abwegige“ Filmperle. So wie Patrick Boivins „Dragon Baby“. Weitere Beschreibungen zu diesem Einminüter sind überflüssig. Einfach anschauen und sich freuen:

 

// christoph

29. interfilm-Festival Berlin: Ein Auftakt zum Verlieben

interfilm Logo 2013

Die Berliner Luft, wie hab ich sie vermisst! Besonders im November, dem Monat des Kurzfilms, ist ihr angenehm kalter Hauch von wohltuender Klarheit und Zeichen der vielleicht schönsten (Kurzfilm)Tage meines Jahres.

Ja, unser gestriger Auftakt beim interfilm-Festival in der Hauptstadt hatte schon wieder einiges von jener Schönheit und Romantik, die man sich als Kurzfilm-Liebhaber wünscht. Umso passender war da nur das erste Programm „Liebesspiele“ aus dem Internationalen Wettbewerb.

An dieser Stelle auch gleich ein großes Dankeschön an die lieben interfilm-Kollegen im Babylon, die uns auch (noch) ohne Akkreditierung hineinließen und uns so einen filmisch wie emotional tollen Festivalauftakt ermöglichten!

Wir sahen ein Filmprogramm so poetisch, schön und humorvoll, dass das Lächeln auf dem Gesicht ein Begleiter bis (mindestens) in den Schlaf bleibt. Hier ein paar Eindrücke:

Ein Mann stürmt aus der Kirche, lässt die Frau im weißen Kleid sitzen, hetzt zum Flughafen, um der Frau, die er wirklich liebt seine Gefühle zu offenbaren. Beide fallen sich in die Arme und küssen sich. Ein Happy End. Dann kommt der Abspann – und was kommt danach? Dieser Frage stellt sich der australische Film „After the Credits“ von Josh Lawson und deckt dabei auf, dass es eben nicht so einfach ist, trotz der ganz großen Liebe, Flugtickets zu stornieren und bereits aufgegebenes Gepäck wiederzubekommen.

Timothy Reckart gelingt es mit seiner wunderschönen Stop-Motion-Animation „Head Over Heels“ die Schwierigkeiten der Liebe im Alter ohne Dialoge und gerade deshalb umso eindringlicher vor Augen zu führen. Außerdem beweist der Film mal wieder, wie viel Leben und Wahrhaftigkeit dank der handwerklichen Brillanz seiner Macher in Knetfiguren stecken kann.

Hier gibt’s den Film in voller Länge:

Und dann wäre da noch ein alter Bekannter aus den Niederlanden. Bert Hana, Hauptdarsteller des 2012er cellu l’art-Gewinners „Suiker“, ist Protagonist in „97%“ von Ben Brand und zeigt mit dem ständigen hektischen Blick auf sein Smartphone einen der Schwerpunkte des 29. interfilm-Festivals auf: Social Media ist (spätestens) 2013 auch im Kurzfilm allgegenwärtig.

Berauscht von so viel Liebestaumel am ersten Abend freuen wir uns umso mehr auf heute. Bis später!

// Bettina

Kurzfilm schweißt zusammen

Durch die Zusammenarbeit verschiedener Mitglieder des cellu l’art Kurzfilm Festivals konnten über die letzten Monate enge Bande mit dem campus TV geknüpft und alte Freundschaften mit dem Kino Dynamique Jena wieder aufgefrischt werden. “Der Kurzfilm ist ein Medium dass uns verbindet und das ein Ausprobieren und Austauschen erlaubt,” so Manuela Lindig, Programmatik des cellu l’art.

Diese Aufmerksamkeit versucht das cellu l’art unter anderem durch regelmäßige Filmabende zu steigern. Dabei werden an diesem Dienstag im Jenaer Rosenkeller die Lieblingskurzfilme der Vereinsmitglieder präsentiert. Durch den persönlichen Bezug wird das Publikum in den Bann des kurzen Kinos gezogen. Dabei sind zwei Arbeiten, die Manuela während Kooperationen mit dem Campus TV und dem Kino Dynamique entdecken durfte.

CampusTV-Johannistorproject

In “The Johannistor Project” gehen Elisa Teichmann und Sarah Artemeyer einem uralten Mythos der Paradiesstadt auf den Grund. Die Kurzreportage wurde im Juli 2013 beim Campus TV zuerst ausgestrahlt. Nun wird das Stück auch die Zuschauer in der Rose begeistern.

“Pauls Casting” von Franziska Brandt entstand im Rahmen des 5. Kino Dynamique Festivals Jena. Bei diesem Festival treffen sich Kreative zum Drehen und Produzieren von Kurzfilmen, wodurch spontan kleine Meisterwerke entstehen. Der Stop-Motion-Film ist Franziskas Regiedebüt. Den Kurzfilm werden Franziska und Hauptdarsteller Paul am 15.10. persönlich in der Rose vorstellen.

Saloperiedepruneaux

Außerdem trägt das cellu l’art auch zum Programm anderer Vereine bei. So wird am Donnerstag, den 17.10. beim Kino Dynamique Kurzfilmabend im Kunsthof  “Saloperie des Prunneaux” von Rinaldo Marasco über die Leinwand flimmern. Der Film wurde im April zum besten Kurzspielfilm des 14. internationalen Kurzfilmfestivals cellu l’art gekürt. Im Film leben zwei Brüder in einem Wohnmobil am Rande einer menschenleeren Straße, wo sie Aprikosen und Pflaumen verkaufen. Der eine Altruist, der andere Autist – aber beide nicht humorlos. Eine unterwartete Begegnung ändert alles… Mehr Informationen zum Filmabend am Donnerstag gibt’s HIER.

Diese Kollaborationen bringen Vielfalt und Farbe in die Kurzfilmszene Jenas und über die Grenzen der Stadt hinaus. “Der Austausch zwischen cellu l’art Kino Dynamique und Campus TV soll zukünftig verstärkt stattfinden, vor allem in den Bereichen Herstellung und Auswertung von Kurzfilmen,” meint Manuela.

Wo auch immer ihr Kurzfilme schaut, oder sie entdeckt, erzählt uns davon und erzählt es auch euren Freunden!

// Bettina

Weimar im Mai – Von Stofftieren, Sachsen und fantastischen Erlebnissen

Was gibt es besseres als an einem verregneten Sonntagabend ein kleines kuscheliges Programmkino zu besuchen? Vorm Lichthaus im E-Werk in Weimar glüht der Rost im Regensturm – ganz nach Thüringer Art. Während draußen die Würste auf dem Rost brutzeln, schauen wir uns drinnen die Gewinnerfilme des Festivals an. Das Back UP Festival steht für außergewöhnliche Kurzfilme, Workshops und Diskurse, Exzentrik, Philosophie und Filmdisko. Geprägt wird das Festival vor allem von studentischem Kurzfilm.

Ente und Anfang

Ente und Anfang – Filmausschnitt

Im Block finden sich die ausgezeichneten Filme sowie die Publikumslieblinge des Festivals, das mittlerweile zum 15. Mal stattfindet. Zu den preisgekrönten gehört „Ente und Anfang“ von Rike Hoppe. Im Film erläutert ein Vater seiner Tochter anschaulich, wie wichtig es im Leben ist loslassen zu können. Es ist überraschend wie emotional ich darauf reagiere, wenn Stofftiere an eine Wand genagelt werden.

Emotional bleibt es auch im Animationsfilm „Abita“ von Shoko Hara und Paul Brenner. Das kunstvoll gezeichnete Meisterwerk behandelt die Wünsche der Kinder in Fukushima, die aufgrund der hohen radioaktiven Strahlung nicht mehr im Freien spielen können. Gebannt waren die Zuschauer vor allem von der effektvollen Stärke des Kontrasts zwischen der  naturbasierten Idylle, die gegen Ende in eine Dystopie kippt.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Musikvideo zu Adrian Bartley’s „Funny Games“, welches den Preis in seiner Kategorie gewann. Die skurril makabere Liebesgeschichte wird von Regisseur Facundo von Scalerandi in Nostalgie der 50er Jahre erzählt. Aus Bild, Melodie und Worten ergibt sich eine ironische Dreiecksbeziehung, die das Video zu einer amüsanten Abwechslung macht.

Das Highlight des Blocks war jedoch der noch amüsantere Kurzfilm „Simplycelver“ (Franz Müller, Johannes Kürschner). Im Film sehen wir eine Momentaufnahme von Günther. Günther ist ein ehemaliger Bürger der DDR und möchte Freeskiing ausprobieren, allerdings nicht ohne die bewährte DDR Qualität. Die liebevolle Übersetzung der Dialoge ins Hochdeutsche treibt mir glatt die Tränen in die Augen, aber seht selbst …

SIMPLYclever from maki VISUAL on Vimeo.

// lutz

So sehen Sieger aus! – Preisträger 2013

cellu l'art 2013 Preisverleihung Jugendjurypreis
Es ist entschieden: Die Preisträger des 14. cellu l’art stehen fest. Hier die Preise, die gestern abend vergeben wurden:

Bester Kurzspielfilm: “Saloperie de pruneaux
Bester Kurzfilm Experimental, Animation, Dokumentation: “The Pub
Preis der Jugendjury: “School Shooting – The Musical”
Toleranzpreis: “Terminal”
Publikumspreis: “Stufe Drei

Wer die Preisträger verpasst hat oder noch einmal sehen möchte, hat heute ab 18 Uhr im Großen Saal der Villa am Paradies dazu noch einmal Gelegenheit. Und weil’s so schön war, hier die Grußbotschaft des Regisseurs Rinaldo Marasco vom Gewinner “Saloperie du Pruneaux”. Und ja: Jena finden wir auch toll!

 

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// lutz

And the Cell goes to…

cellu l'art 2013 Preisverleihung Jugendjurypreis
Heute ist es endlich soweit: Es gibt Preise! Die Fach-Jury hat sich geeinigt und vergibt ab 21 Uhr im Großen Saal der Villa am Paradies bei der Feierlichen Preisverleihung die Zell-Trophäen aus Plexiglas für den Besten Kurzspielfilm und den Besten Kurzfilm aus den Bereichen Animation, Dokumentation und Experimental. Auch der Preis der Jugendjury und der Toleranzpreis werden dann vergeben und es gibt noch einmal alle Preisträgerfilme zu sehen.

Erik Hölperl Über den Dächern der Stadt cellu l'art Fotowettbewerb 2013
Ab 20.30 Uhr werden bereits die Gewinner des Fotowettbewerbs, der dieses Jahr unter dem Motto “Lebens(t)räume” stand, bekannt gegeben. Das Siegerfoto kommt von Erik Hölperl aus Halle (Saale) mit “Über den Dächern dieser Stadt” (oben), welches wir für euch vor Ort als Postkarte zum Mitnehmen bereithalten. Die Plätze 2 und 3 belegen Kati Schiemann aus Weißwasser mit ihrer Serie “Alles voller Leere” bzw.  Robert-Marc Lehmann mit “Blauhai (Prionace glauca) Splitshot”. Die 10 besten Einreichungen sind in einer Ausstellung der Villa zu finden.
Also schaut noch einmal zum Höhepunkt des Festivals vorbei – denn es lohnt sich! Ab 23 Uhr heizt euch nämlich auch “BandsPrivat” im Kleinen Saal ein.