webcuts.10 auf der webinale 2010

Keine Ahnung, ob ein “internet film fest” gleichzeitig ein Kurzfilmfestival ist, scheint terminologisch ins Unklare zu führen. Fest steht, dass die webcuts.10 ihren Programmfokus auf Filme gelegt haben, die – so das Reglement – “für das Internet produziert worden sind oder hauptsächlich darin veröffentlicht wurden“. Ob diese nun gleichzeitig Kurzfilme sind, also beispielsweise den 23-Minuten-Rahmen der cellu l’art-Vorgaben nicht sprengen, sei dahin gestellt und spielt eigentlich keine Rolle.

Die Einreichungsreglementierungen vermuten somit in der weiten Welt Filme, die sich hauptsächlich über das Internet transportieren, heißt das somit notwendig, dass diese Filmchen “speziell” für das Internet produziert worden, wie die Kriterien suggerieren? Das macht mich nachdenklich, denn ich ging bisher stets davon aus, dass das Internet für Filmemacher stets nur als ein weiteres und offenbar einfacher zu nutzendes Distributions- und Präsentationsmedium fungiert (wobei ich nun großzügig Filme diverser Agenturen, die vermutlich wirklich nur zu PR-Zwecken für das Internet produziert worden, ausklammere). Doch offenbar sehen die Veranstalter der webcuts ein wenig mehr in dem Begriff des Internetfilms. Wobei die “Internet Film”-Beschreibung aus dem Jahre 2007, die sich dem Thema ein wenig deskriptiv nähert, keine neuen und anderen Erkenntnisse liefert und wenn man da Wort Internet rausstreicht, könnte sowas auch in jedem Imageheftchen eines konventionellen Kurzfilm-Festivals stehen:

“Avantgardistische Grafikexperimente in irisierendem Grün und Lila, Kurzfilme komplett mit Spannungsbogen, 3D-Animation und tragischen Helden oder eine kurzweilige Betrachtung über Musik, ein Elchgeweih und eine Fliege auf einer Vinylscheibe.

Internet Filme faszinieren durch ihre Lebendigkeit, sie zeigen aktuelle Trends in Webdesign und Filmkunst auf und sind von nichtkommerzieller Natur. Sie sind künstlerische Ausdrucksform einer digitalen Generation. Das Internet ist für die Macher der Filme zugleich Spielwiese, Arbeitsplatz und ein schrankenloser kreativer Raum, in dem sie ihre Kunstwerke erschaffen und publizieren.”

Wie dem auch sei. Scheinbar sind die Grenzen zwischen Kurzfilm und Internet Film fließend und es lässt sich nur schwerlich ausmachen, ob ein Internet Film wirklich ausschließlich zur Präsentation im Internet gedacht wurde.

Neben diesen terminologischen Klüngeleien, die vielleicht ausschließlich auf die Verwirrung des Autors zurückzuführen sind, soll hier nun kurz, die Ergebnisse der aktuellen webcuts.10 zusammengestellt werden. Es gab Filme in den Kategorien:

  • Web Dokumentation / Video Reports  - also klassische Dokus
  • Machinima – Echtzeitanimation aus Gameengine
  • Infotainment – Motion-Infographics
  • Gemeinschaftsprojekte – Fokus auf kollaborativen Projekten
  • Webcuts Classic – Animationen
  • Berlin-Award - Fokus liegt auf Projekten aus Berlin und Brandenburg

Aus ca. 250 Einsendungen wurden von einer teils film-, teils web- und teils designaffinen Jury

  • Prof. Ursula Drees – Hochschule der Medien Stuttgart
  • Matthijs Wouter Knol – Programmleiter des Berlinale Talent Campus
  • Ludwig von Reiche- COO von mental images
  • Felix Schrader – Chefredakteur von CREATE OR DIE und verantwortlich für Programm und Konzept der webinale
  • Prof. Eku Wand – Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  • Sven Assmann – Vorsitzender interface!berlin
  • Eckhard M. Jäger – Gründer der Webcuts

wurden nun die Siegerbeiträge ermittelt, die am 1. Juni im ewerk Berlin vorgeführt worden. And the Digital Webkatz trophy goes to:

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Flensburger Kurzfilmtage 2009

Der Trailer der Flensburger Kurzfilmtage 2009 ist herausgekommen. Er ist nicht wie sonst üblich mit einer Filmkamera gedreht worden, sondern – wie bei bildflimmern.de bereits mehrfach vorgestellt wurde – mit einer digitalen Spiegelreflexkamera mitsamt Videofunktion. Und wieder gibt es ein schönes Beispiel für atmosphärische Bilder, die Lust auf das Medium Film machen. Wundervoll ist auch die Integration von Typographie gelungen (vgl. 1:29 min.), wenn auch Teile der Schrift und somit Informationen viel zu klein dargestellt sind.

Die Flensburger Kurzfilmtage ist wie das cellulart eine auf vereinsstrukturen basierender Kurzfilmwettbewerb (als Mitveranstalter gilt aber ebenso die Fachhochschule Flensburg), der sich auf Filme aus dem deutsch- und dänischsprachigen Raum spezialisiert hat und in diesem Jahr noch einen Animationswettbewerbsblock “tricky” anbietet. Weiterhin gibt es ein internationales Kinderkurzfilmprogramm speziell für Schulklassen.

Für die Kurzfilmtage 2009 vom 18. – 21. November wurde eine spannendes Programm zusammengestellt. Darunter ist beispielsweise unser Publikumspreis 2009 Hundesöhne von Lena Liberta, aber auch die anderen Kurzfilmproduktionen versprechen anregende Kurzfilmtage.

Hier der Link zum Programmheft: pdf (2,8 MB)

Der Trailer… Film ab:

Bericht der gaffer über das cellu l’art X 2009

Ein von mir gern gelesenes Filmkritikblog hat das “cellu l’art X” besucht und dazu eine doch durchaus umfangreiche und gottseidank recht gute Kritik geschrieben… aber lest selbst: Lutz a.k.a. Luzifus über das cellu l’art X

Unsere Gewinner

Das Festival ist zu Ende. Der Saal ist schon geräumt. Die Leinwand und Veranstaltungstechnik ist auf dem Weg zurück zum Verleiher. Aber noch vieles muss erledigt werden. Jedoch ist bereits die Zeit für ein erstes Fazit. Das Jubiläum des Jenaer Kurzfilmfestivals war erfolgreich. Noch nie hatten sich so viele Zuschauer von der Magie des kurzen Augenblicks in den Bann ziehen lassen. Sie waren begeistert vom Open-Air, interessiert an der Black-Box in der Goethe Galerie. Der Wettbewerb im Astoria Kino war an zwei Abenden ausverkauft. Auch trotz des schönen Wetters am Festivalwochenende ließen es sich viele Besucher nicht nehmen unser Festival zu besuchen. Sie konnten ein Programm aus über 60 hochwertigen Kurzfilmen aus aller Welt bestaunen. So sind wir froh die deutschen und internationalen Preisträger zu präsentieren:

1. Platz: “Schautag” von Marvin Kren (Block 5)


Preisgeld: 1500 €

2. Platz: “Jade” von Daniel Elliott (Block 3)


Preisgeld: 750 €

3. Platz: “Freies Land” von Hannes Treiber (Block 2)


Preisgeld: 500 €

Zuschauerpreis: “Hundesöhne” von Lena Liberta (Block 1)


Gewinn: einen LCD-Fernseher von Sony

Zusatzgewinner des Länderschwerpunktes: Diente por oro von Eivind Holmboe (Länderschwerpunktsblock 1)

Wir gratulieren den Preisträgern für ihre ausgezeichneten Filme.

Heute ab 21 Uhr Preisverleihung

Schon haben wir den letzten Tag des Festivals erreicht. Bereits seit einigen Wochen gab es Veranstaltungen rund um den Kurzfilm in ganz Jena. Neben den spanischen Langfilmen, die auch noch nach dem Festival im Schillerhof Kino zu sehen sein werden, dem Black-Box-Kino in der Goethe Galerie, dem großen Open-Air-Kinofest (Goethe Galerie), bei dem mit der Band Indicat und magischen Kurzfilmen die Shoppingmall beschallt und beleuchtet wurde. Nun haben wird die ersten vier Wettbewerbsblöcke gesehen, zweimal war der Saal komplett ausverkauft und das Publikum war rundum zufrieden.

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Heute startet der letzte Tag mit einer kleinen filmischen Retrospektive: “Bestcellers” … die Gewinnerfilme aus den letzten 10 Jahren und danach der letzte Wettbewerbs- und Länderschwerpunktsblock. Beginn ist ab 16:30 Uhr. Einlass ab 16 Uhr.

Ein paar kleine Eindrücke. Der erste Tag des Wettbewerbs

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Heute geht es im Saal des Astorias weiter.

15:00 – 17:00 Uhr Ein Gesicht des “cellu l’arts” Auf einen Kaffee mit Felix Stienz.
17:30 – 19:30 Uhr Internationaler Wettbewerb Block 3
20:00 – 21:30 Uhr Länderschwerpunkt Spanien Block 2
22:00 – 0:00 Uhr Internationaler Wettbewerb Block 4

Weitere Infos im Programmplan oder im Programmheft. Livestream ab 15 Uhr

cellu l’art X – Livestream ab 15 Uhr

cellu l’art im Campusradio Jena

logoeuleNur noch 2 Tage bis zum Beginn des 10. Jenaer Kurzfilmfestival “cellu l’art”. Aus diesem Grund war das “cellu l’art” zu Besuch im Sendestudio des Campusradio Jena. Mit dem Moderatorenteam sprach das “cellu l’art” über die Geschichte des Festivals, über das Programm des aktuellen 10. Kurzfilmfestivals sowie über Kurzfilme im Allgemeinen. Wer den Beitrag nachhören möchte, kann dies auf dem Nachrichtenportal Jenapolis tun.

Unsere Lieblinge im Schillerhof

Am Mittwoch war es nun endlich so weit – Das 10. „Cellu L’Art“ Kurzfilmfestival wurde eröffnet. Viele Filmliebhaber erlebten mit uns den Auftakt im Schillerhof Kino Jena. Wir zeigten euch unsere Lieblingskurzfilme aus den vergangenen Jahren und da Geschmäcker ja sehr unterschiedlich sind, erfuhr das Publikum ein Wirrwarr der Gefühle. Von Dopaminüberschuss und einem Hach-Wie-Schön-Gefühl über Schockiertheit und Erstarrung bis hin zu prustendem Gelächter und wackelnden Sitzbänken (Vor allem Thilo riss vor Lachen fast die Stuhlbeine aus dem Boden, wodurch Kathi mal kräftig durchgeschüttelt wurde). Alles in allem war es ein gelungener Abend, der als inhaltlicher Auftakt des Festivals viel Lust auf mehr machte, denn auch unser diesjähriger internationaler Wettbewerb hat einige Überraschungen zu bieten. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Fundament des frisch renovierten Astoria’s stehen bleibt…

by Ellen Thießen

“cellu l’art” – Trailer: Refurbished for 2009

Ein klein wenig aufgefrischt. Mit Sponsoren, die das “cellu l’art” finanzieren. ;-)

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