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Berlinale 2012: Shorts – Preisträger & Highlights

Traditionell spiegelt das Kurzfilm-Programm auf der Berlinale jenes der Langfilme im Wettbewerb: Möglichst international, möglichst politisch, ein möglichst breites Spektrum an gesellschaftlichen Problemen abdeckend. Dass die „Verdaulichkeit“ der Kurzfilme durch das Publikum unter diesen Voraussetzungen etwas zurücktritt, fiel mir bereits in den vergangenen Jahren auf, weswegen ich mir dieses Jahr vor Ort nur einen Block – den ersten – ansah, wo ich neben zwei fragwürdigen Beiträgen auch Glanzlichter entdeckte.

Sun Xun yi Chang Ge

Doch trotz der großartigen chinesischen Experimental-Animation „Wei Ding Yi De Xing Wei“ (engl. „Some Actions which haven’t been defined yet in the Revolution“, Foto) über die Verarbeitung politischer Unterdrückung in der Volksrepublik durch abstrakte Bilder und dem südkoreanischen Vergewaltigungs-Drama „Anesthesia“ hatte ich darin leider keinen Preisträger gesehen. Der Silberne Bär ging an den französischen Animationsfilm „Gurehto Rabitto“ (engl. „The Great Rabbit“) von Atsushi Wada.

Der Goldene Bär für den Besten Kurzfilm ging dieses Jahr an den portugiesischen Filmemacher João Salaviza. In seinen Film „Rafa“ erzählt er die Geschichte eines 13-Jährigen, dem trotz der Freiheit, die er in seinem Leben genießt, die Suche nach seiner Mutter umtreibt. Den Trailer möchte ich euch dabei hier nicht vorenthalten.

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