// hanna

Kurzfilme auf Abwegen und Partystimmung

Freitag, 28.04. Am vierten Tag des Festivals gab es neben Wettbewerbsprogrammen erneut eine Reihe von Specials zu sehen. Die Auswirkungen des fehlenden Schlafs machten sich langsam beim Team bemerkbar und man versuchte, diese mit Alkohol und Tanz zu bekämpfen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Das Festival neigte sich gefühlt schon gen Ende, obwohl noch ein aufregendes Wochenende bevorstand, an dem die Gewinnerfilme bekanntgegeben und Preise verliehen wurden. Die Wettbewerbe liefen an diesem Freitag zum letzten Mal – abgesehen von Wettbewerb 5, der als Nachzügler am Samstag noch ein letztes Mal gezeigt wurde. In eben diesem war der Filmemacher Joonas Rutanen zu Gast und beantwortete Fragen zu seinem Film „I Love Anna“. Alle Filme im Block beschäftigen sich damit, dass es gut sein kann, etwas Neues zu wagen und andere von seinen Ideen zu überzeugen. Manchmal werden aber auch Grenzen überschritten und es wäre besser gewesen, nichts zu tun.

Ausschnitt aus "I love Anna" von Joonas Rutanen

  Ausschnitt aus „I Love Anna“ von Joonas Rutanen

Danach feierten mehrere Specials ihre Premiere. In „Power and Passion“ drehte sich alles um Sport und im Mockumentary-Programm konnte man ‚Dokumentationen‘ ansehen, die über Dinge berichten, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. TamDan Vu vom Film „Amos Beauty“, der sich um einen von Geistern heimgesuchten Ort dreht, war zu Gast.

              „Citius, Altius, Fortius“ von Felix Deimann lässt das Publikum die dargstellte Sportart durch Formen und Bewegungen erahnen.

Al dente – Filme für den besonderen Geschmack

Ein besonderes Experiment fand im Biergarten des Rosenkellers statt. Das interaktive Kurzfilmprogramm „Al dente – Filme für den besonderen Geschmack“ feierte seine Premiere. Jeder der Filme, die allesamt ein wenig verrückt und abwegig waren, wurde an einer spannenden Stelle unterbrochen. Die Zuschauer konnten mithilfe von Knicklichtern bestimmen, ob sie den Film zu Ende sehen wollten. Der Poetry Slammer Flemming Witt und die Musiker von Martin von Knarsen und Frau Ojemine führten mit schrägen Klängen und in lustigen Kostümierungen durch den Abend. Unterbrochen wurde die Show nur von Partyvolk, das zu früh am Rosenkeller erschien oder verwirrte Museumsbesucher mit denen sich das Team herumschlagen musste.

              Beliebt war das etwas andere Musikvideo „Hairy Soul Man – How Deep Can I Go?“ von Kai Smythe.

Am Ende überzeugten nur zwei der vierzehn Filme das Publikum nicht und fielen aus der Wertung. Für die übrigen zwölf Filme konnte nun mit Nudeln abgestimmt werden, die die Zuschauer in Töpfe warfen. Der Film „Pandas“ von Matus Vizar gewann die Abstimmung.

Von Pandas (und warum sie so traurig sind) erzählt "Pandas" von Matus Viszar.

  Von Pandas (und warum sie so traurig sind) erzählt „Pandas“ von Matus Viszar.

Aus dem Publikum konnte ebenfalls noch jemand etwas gewinnen: Wer sich den Namen der Hauptperson in „Añadir Contacto“ gemerkt hatte, konnte einen Jahresvorrat Nudeln mit nach Hause nehmen. Leider war es so kalt, dass die meisten Teilnehmer nach der Abstimmung aufsprangen und sich schleunigst in den Rosenkeller verzogen, um sich wieder aufzuwärmen. Dort fand sich später auch der Großteil des cellu l’art Teams ein, um eine After-Show-Party zu feiern. Diese fand in Kooperation mit dem ESN Jena statt. Trotz dichten Gedränges war die Party ein gelungener Abschluss des Abends. Hier konnte man sich den Stress der letzten Tage wegtanzenund mit einem oder zwei Bier auf die Festivalwoche anzustoßen.

 

ALLES KURZ UND KNAPP FÜR DEN SAMSTAG (29. April)

17.00 Uhr ___ Wettbewerb 5: Unschuldslämmer?!
19.00 Uhr ___ Ab durch die Mitte 
20.00 Uhr ___ Preisverleihung

Schreibe einen Kommentar