// Marcus

Between

Mal was deutsches. Es ist irgendwie häufig so, dass nur internationale Kurzfilmproduktionen den Weg ins Netz schaffen, in der Art, dass alle die Filmchen abspielen können. Die meisten professionellen Produktionen der deutschen Filmhochschulen bleiben unter Verschluss und sind entweder nur auf Festivals, gegen Geld oder ab und an bei Arte zu sichten. Ist ja okay, die Filmemacher sollen doch mit ihrer Arbeit auch mal was verdienen.

Trotzdem ist es dann auch mal wieder schön, wenn es eine hochwertige deutsche Produktion ins Netz geschafft hat und allen Internetnutzern zum freien Betrachten freisteht. Dies ist der Fall mit Tim Bollingers Kurzfilmproduktion: „Between“. Die Qualität des Films lässt sich bereits erahnen, wenn man mit einbezieht, auf welchen großartigen Festivals der Film bereits lief: Exground in Wiesbaden, Sehsüchte in Berlin oder bei unseren Backup-Nachbarn in Weimar.

Tim Bollinger ist gebürtiger Wiesbadener und studierte an der HfG Offenbach „Visuelle Kommunikation“. Bei „Between“ handelt es sich um seinen Diplomfilm. Der Film ist nur wenig narrativ, sondern spielt experimentell mit visuellen Eindrücken und nutzt zur Realisierung: Stop-Motion-Techniken und einem Haufen 2.5D und 3D-Elementen.

Zur Deutung bleibt zu sagen, dass hier vermutlich versucht wird, die Komplexität der menschlichen Psyche, dem Bilder-Stream verworrener und verwirrender Gedanken ein filmisches Pendant zu geben. Traumartige Sequenzen, die mit der typischen Traumassozität eigentlich nicht zusammenpassen, aber doch nahtlos in einander übergehen.

Der knapp 5minütige Film stammt aus dem Jahre 2008 und ist in 35mm gedreht worden.

Film ab:

[Momentan ist Vimeo offline, sobald die Seite wieder funktioniert, bette ich den Player ein. Alternativ zwei weitere Links:

Between-Website (als mp4 dort anzuschauen)
Link

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