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Ein Besuch auf dem 34. Max Ophüls Preis 2013 – Teil 1

Ein Beitrag von Julius                                           logo_mop

Im Januar ist Saarbrücken immer eine Reise wert. Vor allem für  Filmfreunde. Denn einmal im Jahr findet dort das Filmfest „Max-Ophüls-Preis“ statt. Dann verwandelt sich die ansonsten eher leise Stadt der deutschen Filmindustrie (neben dem jährlichen SR-Tatort) zu einer Hochburg des deutschen Nachwuchsfilmes. Sie kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Filmstudenten, Schauspieler, Verleiher, Filmkritiker und Filmkollegen um die neuesten Kurzfilm-Projekte und Debütfilme zu präsentieren und zu sehen. Alle verbindet der gemeinsame Enthusiasmus für neue Filmideen, die größtenteils ohne Vergütung und nur mit geringen Mitteln umgesetzt wurden.

Für das Publikum, vor allem auch für die Saarbrücker an sich, bietet sich so einmal im Jahr die Möglichkeit, Filme zu sehen, die dort als Geheimtipp für das folgende Kinojahr gehandelt werden, manche leider keinen Verleih finden werden und andere wiederum nur sehr spät nachts im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit ihren etwas kantigen Themen und anderen Ideen nach anspruchsvollem Publikum suchen. Oft machen hier junge Filmemacher und Schauspieler auf sich aufmerksam, die später aus der deutschen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken sind, wie die Regisseure Hans Weingartner, Florian Henckel von Donnersmarck und die Schauspielerinnen Christiane Paul und Alice Dwyer.

Max Ophüls Preis 2012 - Eröffnung
Die Bahnhofstraße bildet den roten Teppich zwischen den verschiedenen Festivalspielorten Cinestar, CameraZwo, Kino 8½, dem Filmhaus und dem benachbarten Festival-Café. Es kann vorkommen, dass man mehrmals am Tag die Kinos wechselt und dann trifft man sich auf dem Weg zum nächsten Film auf dieser recht schmucklosen Einkaufsstraße und tauscht sich aus, empfiehlt sich Filme oder rät sich davon ab. Und manchmal sagt man einfach nur zu sich, das war doch der bekannte Schauspieler, sieh an, der ist auch hier in Saarbrücken…

Wir vom cellu l’art haben natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Kurzfilme gelegt. Denn die  sind häufig die Produkte, die während eines Studiums an einer Filmhochschule entstehen, die die Möglichkeit bieten, auch mit wenigen Mitteln eine neue Idee auf ungewohnte Weise umzusetzen.

Neben dem Kurzfilmwettbewerb gab es noch mehrere Kurzfilmreihen, mit dem das Festival der großen Anzahl an herausragenden Kurzfilmen gerecht werden will. Abgerundet wurde das Programm mit Filmen des „Atelier Ludwigsburg-Paris“ und der New Yorker School of Visual Arts.

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