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Gute Drinks und Gute Filme

A bar is a screen war das Motto des 02. Novembers. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr öffneten Jenas Kneipen erneut ihre Türen für die Filmkunst und cellu l’art war wieder Gastgeber der Kurzfilmkneipentour!
Die knapp 70 (Film-)durstigen Teilnehmer trafen sich um 20 Uhr mit den Gruppenleiterinnen Anna und Julia am Campus, um von dort ihre nächtliche Entdeckungstour zu starten. Für das cellu l’art Team begann der Abend bereits um 18:30 Uhr mit einem kurzen Briefing im Büro. Anschließend zogen wir mit Laptop, Beamer, Leinwand und Lautsprechern im Gepäck weiter zu den einzelnen Locations. Während vor der Abbe-Mensa die Eintrittskarten gegen Astronauten-Stempel getauscht wurden, wurden in Markt 11, Immergrün und Weintanne die Getränkespecials besprochen, letzte Änderungen an der Technik vorgenommen und die Ankunft der ersten Gruppe freudig erwartet.

A bar is a screen_2

Immergrün

Als Verantwortlicher für die Programmatik des Abends entschied sich Sebastian für ein breites Spektrum an Kurzfilmen. Von humorvollen, beklemmenden, animierten bis nachdenklichen Beiträgen war alles dabei. Im Markt 11 durften wir die gesamte obere Etage beziehen und bei einem Glas Wein oder Augustiner drei unterhaltsame Kurzfilme zeigen, die allesamt einen Bezug zu Großbritannien aufwiesen. Besonders in Erinnerung bleibt der Paper Cut Animationsfilm Donald von Regisseur Daniel Acht, welcher vor liebevoller Kreativität nur so sprüht und manch einen Schmunzler im Publikum hervorrief. In der Weintanne wurden die Teilnehmer in den hauseigenen Gewölbekeller geführt. Passend zur düsteren Atmosphäre wurde sich filmisch mit dem Thema Tod und Angst auseinandergesetzt. In Boo von Rupert Reid spielt sich ein älteres Ehepaar im Alltag wiederholt Streiche, indem sie ihren eigenen Tod vortäuschen. Doch nimmt dieses Spiel ein fatales aber unerwartetes Ende. Auch mit Schockmomenten wie in He dies at the end von Damian MacCarthy wurde das Publikum keineswegs verschont, sodass sich der ein oder andere zuweilen an seinen Cocktailstrohalm klammerte. Im Immergrün dominierte der Sarkasmus: In dem Animationsfilm Chicken Cube wirft Renate Pommerening einen kritischen Blick auf die moderne Massentierhaltung. Der Kurzfilm Spielplatz von Tanja Bubbel ist als bissige Parodie junger Eltern zu verstehen.

Café Wagner

Zum Abschluss trafen die zwei Gruppen im Café Wagner wieder aufeinander, wo sie ein letzter Kurzfilmblock erwartete. Wie das mit der Technik immer so ist, machte sie am Ende doch ein wenig schlapp, was aber mit dem einen oder anderen Glas Wein/Bier gut zu verkraften war. Als Highlight des Abends waren Franz Müller und Johannes Kürschner vor Ort und zeigten uns ihren saukomischen Film SIMPLYclever, der das Thema der Ostalgie parodiert. Sowohl bei den sächselnden Darstellern als auch beim Interview mit den Filmemachern gab es herrliche Lacher aus dem Publikum.
Wir freuen uns, dass uns so viele auf unserer Kurzfilmkneipentour begleitet haben und haken diesen Abend gedanklich als gelungen ab!

Wer durch die Kurzfilmkneipentour auf den cellu l’art-Geschmack gekommen ist oder aber am 02. November leider nicht dabei sein konnte – nicht traurig sein:
Schaut einfach in unseren Veranstaltungskalender, wann der nächste Filmabend läuft.

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