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Irland im Fokus – Der erste Tag im Volksbad

Im Programmheft begrüßt Festival-Chefin Wiebke Winter herzlich mit: „Das Leben ist zu kurz für lange Filme!“ S.E. Michael Collins, Botschafter für Irland in Deutschland, wandte seine Rede beim gestrigen Empfang liebevoll in die Worte: „Life is to short, to learn German.“ Gestern Abend feierten wir den Auftakt des zwölften Länderschwerpunkts im Rahmen eines exklusiven Empfangs im Innenhof des Volksbades in Jena. In dem familiär wirkenden Rahmen fühlte sich der sympathische Botschafter sichtlich wohl. In leidenschaftlichen Gesprächen über Musik, Film und Literatur stellt man fest, dass Irland in allen kulturellen Bereichen viele Errungenschaften nachweisen kann.
Die tolle Landschaft, beeindruckende Festivalkultur und der Facettenreichtum im Kurzfilm inspirierte uns in diesem Jahr das Filmland Irland in den Fokus zu stellen. Voller Stolz möchten wir euch beweisen, dass wir nicht nur Kurzfilme von der grünen Insel in unser grünes Herz geholt haben, sondern ebenso begeisterte Filmemacher, Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten.

Irischer Botschafter Michael Collins mit dem cellu l'art Team

In den nächsten Tagen werden wir euch interessante Aspekte über das irische Kino und seine Filmemacher vorstellen. Alle Interviews findet ihr als erstes hier.

Padraig Fagan von seinem Film „The Rooster, the Crocodile and the Night Sky“ über eine leidenschaftliche Geschichte des Verlusts, der explosive Gewalt, erzählt in grandiosem surrealem Humor. Ein Hahn muss den entführten Nachthimmel auf abenteuerliche Art und Weise retten.

Unsere Gäste Pádraig und Helen

Nadine: Warum hast du die Stop-Motion-Technik für deinen Film genutzt?
Padraig: Wir haben ehrlich gesagt nicht in Stop-Motion gefilmt. Da wir aber so eine Liebe für „Stop-Motion“ beweisen können. Deshalb haben wir alles so umprogrammiert, dass es Stop-Motion sehr nahe kommt und letztlich auch so wahrgenommen wird. Eigentlich haben wir verschiedene Ebenen miteinander verbunden: das meiste wurde als Papierschnitt produziert.
Nadine: Aber du wolltest, dass es dem Stop-Motion sehr nahe geht. Also habt ihr mit dem Computer getrickst, um es abgehackt aussehen zu lassen?
Padraig: Ja genau! Ich mag Stop-Motion sehr. Meine derzeitige Produktion beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Machart.
Nadine: Wie kamst du auf die Waldbewohner als Protagonisten?
Padraig: Diese haben perfekt zum Erzählmodell des Animationsfilms gepasst.
Derzeit arbeitet Padraig an seiner Animation als Kombination aus Stop-Motion und Spielfilm. Er wird in Irisch (anderes Wort) produziert, um der Zeitlichkeit des Films (1910) näher zu kommen. Ein Schwarzweiß-Film strahlt auf besondere Art und Weise die Historizität der Kunstwerke aus und wird vor allem dadurch so sehr geschätzt.

Das war der erste Streich. Den zweiten gibt es heute. Und das gibt es heute für euch im Kurzfilmkino.
ALLES KURZ UND KNAPP FÜR DONNERSTAG (23.April)
18.00 Uhr_______Wettbewerb 4 – Still |Moving
18.30 Uhr_______Doku-Block
20.00 Uhr_______Wettbewerb 5 – Perspektivenwechsel
20.30 Uhr_______LSP 2 – Alt aber bissig
22.00 Uhr_______Wettbewerb 1 – Schöne neue Welt?
22.30 Uhr_______B-Sides

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