// lutz

Tod in Saarbrücken – 34. Max Ophüls Preis 2013 – Teil 2

Logo Max Ophüls Festival Saarbrücken

Ein Beitrag von Alice

Graue Wolken, 5 Grad kalt und Nieselregen. Ein klassischer Januartag in Saarbrücken und passend dazu eine Handvoll Kurzfilme, die vom Sterben erzählen. Vier Geschichten, die Beziehungen zwischen zwei Menschen zeigen, von denen einer gehen wird. In „Terminal“ von Samuel Flückiger begleitet ein Vater seine Tochter in die Schweiz, wo sie Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte. Ohne Aussicht auf Hoffnung begleitet der Zuschauer den machtlosen Mann und die entschlossene todkranke Frau an ihrem letzten gemeinsamen Tag.

„Ich hab noch Auferstehung“ vom Hamburg Media School Absolventen Jan-Gerrit Seyler erzählt die Geschichte von der ersten Liebe, die für Lisa die letzte sein wird. Im Online-Spiel lernt sie Marco kennen, doch im realen Leben können beide leider nicht einfach „Auferstehung“ anklicken, wenn einer stirbt. Hier der Trailer:

Im Kurzfilm „Karlstod“ von Mariko Minoguchi unternehmen Helene und ihr Mann Johann einen Ausflug und stellen sich Helenes Diagnose Brustkrebs auf überraschende Weise. Große Namen hat die 25jährige Regisseurin für ihren vierten Film gewinnen können: Juliane Köhler und Matthias Brandt spielen das Paar vor einer prachtvollen Alpenkulisse.

Karlstod Minoguchi Max Ophüls

Was ein Unfall eines Kindes bewirkt, zeigt Magdalena Lauritsch in „Clara sehen“. Der Großvater hat sich nach dem Unfall seiner Enkelin Clara, die seitdem geistig und körperlich behindert ist, in eine Fantasiewelt zurückgezogen. Seine Tochter Kati, Claras‘ Mutter, begibt sich in diese Welt und damit auch in die gemeinsame traurige Vergangenheit.

Allen vier Filmen gemein ist ein warmherziger aber unkitschiger Blick auf das ernste Thema sowie großes handwerkliches und schauspielerisches Können.

Schreibe einen Kommentar